Prügelei in Wil

02. Oktober 2011 23:02; Akt: 03.10.2011 10:37 Print

Scharmützel in der Challenge League

von Simon Städeli - Bei Ausschreitungen nach dem Spiel des FC Wil gegen den FC Aarau wurden zwei Polizisten verletzt. Laut Hooligan-Experte Dölf Brack wird es in der Challenge League künftig öfters brenzlig werden.

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Nach der 2:3-Niederlage des FC Aarau liefen die rund 100 mitgereisten Gästefans zurück zum Bahnhof Wil. Nach gegenseitigen Provokationen vermummte sich die Hälfte der Aarauer und stürmte ein Restaurant, in dem sich Wil-Anhänger befanden. Dort kam es zu ersten Schlägereien, draussen gingen die Gruppen nochmals ­aufeinander los.

Die Polizei versuchte, die Gruppen zu trennen: «Dabei wurden die Polizisten angegriffen und mit Gegenständen beworfen», sagt Ulrich Bärtsch von der Kapo St. Gallen. Einem Polizisten wurde dabei das Handgelenk gebrochen, eine Kollegin erlitt Prellungen. Mit Hilfe der Kapo Thurgau, der Bahnpolizei sowie der Securitas konnten die Aarau-Fans schliesslich zum Bahnhof begleitet werden.

Die Liga muss endlich handeln

Laut Bärtsch war der Match im Vorfeld nicht als Risikospiel taxiert worden. «Jetzt muss aber eine neue Einschätzung gemacht werden», so Bärtsch.

Laut Sicherheitsexperte Dölf Brack wird es in Zukunft in der Challenge League noch brenzliger werden. Brack: «Wie Erfahrungen aus England oder Deutschland zeigen, verschiebt sich die Gewalt in die unteren Ligen.» Militante Fans der Super-League-Teams könnten in der Challenge League randalieren, ohne mit Konsequenzen zu rechnen. Denn die Vorkehrungen in und um die Stadien seien mit Ausnahme des FCSG miserabel. «Die Liga muss endlich handeln und hart durchgreifen», so Brack.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Urs Birrer am 03.10.2011 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fußball

    Bei jedem Match Krawall. Und wir Steuerzahler müssen das noch übernehmen. Es sollte ohne Zuschauer gespielt werden. Im Fernseher sieht man das Spiel auch und kann anschliessend sein Fernseher auf eigene kosten zusammenschlagen.

  • Robo Bono am 03.10.2011 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Verursacher Prinzip

    Verursacher Prinzip. Die Clubs müssen alles bezahlen. Die meist überbezahlten Löhne der Angestellen kürzen, damit die Sicherheit erhöht und bezahlt werden kann. Können die Clubs das nicht zahlen, sollten sie aufhören. Es kann nicht sein, dass Nichtbetroffene davon tangiert werden. Sprich, Steuer Gelder oder Gefahr und Verwüstung ums Stadion, bis zu den Heimatstätten dieses Mobs. Inzwischen sind die Ausmasse riesig, es bleibt kein Spielraum mehr. Gut gemacht!

  • Fussballer am 03.10.2011 06:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Fussball keine Probleme

    Fussball nur noch am TV! Problem gelöst

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Mustermann am 03.10.2011 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    Es Braucht eine Petition....

    das der Fussball sich selber Finanzieren muss, und dafür KEINE Steuergelder mehr Ausbezahlt werden!!! Wer sich Teure Spieler leisten kann, muss auch die Kosten, und folgekosten selber tragen können! Wenn das nicht möglich ist das Fussball sich selber Finanziert, ja dann brauchts Fussball auch nicht mehr ;)

  • Sandra am 03.10.2011 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    Lüge

    eine vollkommene Lüge und eine absolute Frechheit den FC Wil Fans gegenüber...es war kein einziger Wil Fan involviert und nur die Polizei und die Aarau Fans schlugen sich gegenseitig die Köpfe ein...auch das Restaurant wurde nicht gestürmt, bevor man wieder etwas über Hooligans oder Gewalt im Fussball schreibt sollte man genau recherchieren und nicht einfach die Schuld den Fans zuschieben...übrigens muss halt mehr Polizeipräsenz vorhanden sein, selber "tschuld" wenn ca. 30 Aarau-Fans auf 4-6 Polizisten eintreten. Obwohl die Polizei wissen sollte, dass Aarau mit mehreren Fans anreisen wird....

  • Robo Bono am 03.10.2011 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Verursacher Prinzip

    Verursacher Prinzip. Die Clubs müssen alles bezahlen. Die meist überbezahlten Löhne der Angestellen kürzen, damit die Sicherheit erhöht und bezahlt werden kann. Können die Clubs das nicht zahlen, sollten sie aufhören. Es kann nicht sein, dass Nichtbetroffene davon tangiert werden. Sprich, Steuer Gelder oder Gefahr und Verwüstung ums Stadion, bis zu den Heimatstätten dieses Mobs. Inzwischen sind die Ausmasse riesig, es bleibt kein Spielraum mehr. Gut gemacht!

  • Urs Birrer am 03.10.2011 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fußball

    Bei jedem Match Krawall. Und wir Steuerzahler müssen das noch übernehmen. Es sollte ohne Zuschauer gespielt werden. Im Fernseher sieht man das Spiel auch und kann anschliessend sein Fernseher auf eigene kosten zusammenschlagen.

  • Amos Johnette am 03.10.2011 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kapo Thurgau?

    In Wil Müsste die Kapo St. Gallen zuständig sein.