30. Oktober 2007 23:34; Akt: 30.10.2007 23:34 Print

Schleifsack: Hilfe für die Feuerwehr

Der Ostschweizer Leo Kleinstein hat einen Schleifsack für Brandopfer entwickelt. Er soll Feuerwehrleuten die Bergungsarbeit erleichtern.

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Feuerwehrmann Hans-Ulrich Zürcher hatte die Idee, und der aus Rorschach stammende Maschinenbauer Leo Kleinstein hat ihn entwickelt: Den feuerfesten Schleifsack, mit dem Leute aus brennenden Gebäuden geschleift werden können. «Mit dieser Methode sparen wir beim Evakuieren jede Menge Zeit», sagt Kleinstein, heute Mitglied der Feuerwehr Oberentfelden. Wenn es hart auf hart geht, führt der Rettungsweg oft auch über die Treppe. Laut Kleinstein haben sich die damit transportierten Leute aber nie über Schmerzen beklagt: «Einige der Testpersonen empfanden es sogar als angenehme Massage», erzählt der Entwickler des s-2-s (Slide to Safety). In den Sack integriert ist eine acht Millimeter dicke Polsterung, die Schläge dämpft. Ebenso schützt die Aussenhülle aus Kevlar vor Brandverletzungen: «Das Material ist mit demjenigen einer schusssicheren Weste zu vergleichen», so Kleinstein.

Die Schleifsäcke werden derzeit in Oberentfelden hergestellt und finden zunehmenden Absatz in Altersheimen, Spitälern und bei der Armee.

Marina Omaljev