Weihnachtszeit

18. November 2013 23:18; Akt: 18.11.2013 23:18 Print

Schmutziges Geschäft mit Hundewelpen

Fliegende Hundehändler wittern das Weihnachtsgeschäft und verscherbeln in der Ostschweiz Welpen: Diese leiden Qualen.

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Ein Chihuahua wird auf offener Strasse zum Kauf angeboten. (Bild: Keystone/AP)

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Welpen sind herzig – und deshalb ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Das machen sich in der Ostschweiz skrupellose Hundehändler zu Nutze: Sie bieten auf offener Strasse ­Welpen zu Preisen an, die weit unter dem Marktwert liegen. «Gerade in der Vorweihnachtszeit werden solche Händler ­besonders aktiv», sagt Janice Salanitri, Tierschutzbeauftragte der St. Galler Stadtpolizei.

So wurden kürzlich in der St. Galler Innenstadt vier Pitbull-Welpen an Passanten angeboten. Die Polizei warnt: Dieser «Hausierhandel» mit Hunden ist illegal. «Ausserdem sind die Tiere meist nicht geimpft und haben keinen Hundepass», so Salanitri. Laut Polizei werden die Welpen meist aus dem Ausland eingeschmuggelt. Die Händler werden sie auf Raststätten, Parkplätzen oder vor Einkaufszentren los. Beliebt sind vor allem kleine Rassen wie Mops, Malteser, Papillon oder Chihuahua.

Welpen im Plastiksack

Die St. Galler Tierschützerin Edith Zellweger kennt das schmutzige Geschäft mit den ausländischen Hundewelpen: «Die Tiere kommen aus Qualzuchten aus Osteuropa. Viel zu jung werden sie von ihrer Mutter getrennt und teils in Plastiksäcken transportiert.» Viele überleben den strapaziösen Transport nicht. Vor Weihnachten liessen sich viele leichtsinnig auf einen illegalen Kauf ein: «Ein paar Monate später sind die Hunde dann im Tierheim», sagt Zellweger.

(upz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walter R am 19.11.2013 06:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Nachfrage kein Angebot...

    Nicht die Händler, sondern die Käufer sollten für diese Art von Tierhandel zur Verantwortung gezogen und bestraft werden. Wenn diese Tier«freunde» endlich begreifen würden, dass Tiere vollkommen ungeeignete Weihnachtsgeschenke sind und niemals spontan Tiere von solchen Fliegenden Hundehändlern kaufen würden, käme diese Art von Tierhandel schnell zum Erliegen.

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  • conny am 19.11.2013 06:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Handeln

    am besten sofort die Polizei zuziehen wenn man sowas sieht

  • Cécile Marmet am 19.11.2013 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Weihnachtsgeschenk

    Tiere als Weihnachtsgeschenk sind nicht immer falsch. Ich schenke meinem Grosskind (10 J.) diese Weihnachten 2 Ratten, die sie sich von Herzen wünscht. So kann sie lernen, dass man für Tiere Verantwortung übernehmen muss, wie soll sie es sonst lernen? Falls es wirklich nicht gehen würde, nähme ich die Ratten zu mir - sicher nicht in ein Tierheim. Übrigens habe ich alle meine Hunde jeweils aus dem Tierheim geholt. Für Besserwisser - bitte nachmachen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tex Sana am 19.11.2013 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wer hört da alles mit

    Mein Hund starb vor 2 Jahren. Finley war ein deutscher Schäfer, den ich nach 18 Monaten Wartezeit von einer Militäreinheit über dem grossen Teich bekommen hatte. 3 Jahre lang ging er in die Wüste und spürte IED auf. Dann verlor er bei einem solchen Einsatz auf einem Ohr das Gehör und fürchtete sich seitdem vor Lärm. Deshalb wurde er zur Adoption freigegeben. Ursprünglich kam er aus Deutschland, wo er gezüchtet und an einen holländischen Vermittler verscherbelt wurde, der in ganz Europa für eben DIE Welpen kauft und 3-4mal pro Jahr denen weiterverkauft. Welpen für den Krieg. Pfui Teufel.

  • J. Meyer am 19.11.2013 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    grausame Methoden

    Ein immer andauerndes Thema, über das viel geschrieben wie diskutiert wird, ohne das es je zu echten griffigen Massnahmen führt, das solchen Elementen Einhalt gebietet. Aufgrund unterschiedlicher Rechtssysteme u Mentalitäten zwischen den Ländern, bleibt die Hoffnungslosigkeit bei den Tierliebhabern u die Profitsucht bei den Kriminellen, welche dank Unverbesserliche immer wieder zahlende Opfer finden, wobei die wahren Opfer aber die Tiere bleiben, welche am Ende des Strickes auch den Tod erwischen, wenn es einggeschläfert werden muss.

  • Daniel Niederbacher am 19.11.2013 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Es ist Traurig wie Menschen heute mit Tieren Handeln. Ein Mädchen bekommt n kleffer zu Weihnachten weil die Mutter es vernachlässigt hat. Nach 3 Wochen is der kleffer dann langweilig geworden und wird in ein Heim abgeschoben. Man sollte sich n Hund kaufen wenn man Liebe, Freundschaft und Treue braucht und gibt und sonst nicht.

  • invert am 19.11.2013 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    leider....

    noch schmutziger sind all jene die mitleid haben, diese kaufen und damit den elenden handel weiter ankurbeln.

  • chris schneider am 19.11.2013 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen dicht

    Man sollte vorallem auch die Käufer solcher Hunde zur Rechenschaft ziehen. Und zwar nicht nur mit einer läppischen Busse sondern mit mind. 1'000 SFr. Und vielleicht ist es ratsam, die Grenzen endlich wieder dicht zu machen. Dann würden es solche Händler nicht so einfach haben. Aber Hauptsache Kreti und Pleti kann reinkommen.