Lawinendrama

22. März 2013 10:19; Akt: 22.03.2013 11:06 Print

Schneebrett reisst 23-Jährigen in den Tod

Eine Lawine hat bei Disentis GR eine Gruppe von Touristen, die neben der Piste unterwegs waren, verschüttet. Für einen Schweden kam jede Hilfe zu spät.

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Die Fünfergruppe war zwischen Dadens und Gendusas unterwegs, als eine Lawine sie verschüttete. (Bild: Kapo GR)

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Ein 23-jähriger Schwede ist am Donnerstag im Skigebiet von Disentis im Bündner Oberland bei einem Lawinenunfall getötet worden. Der Verschüttete hatte das Suchgerät nicht eingeschaltet und konnte nur noch tot geborgen werden. Fünf Personen wurden mitgerissen.

Von den Schneemassen erfasst worden waren eine Frau und vier Männer aus Schweden. Wie die Bündner Kantonspolizei am Freitag mitteilte, waren die Touristen neben den Pisten unterwegs. Sie gelangten mit dem Skilift Dadens auf 2600 Meter über Meer und wollten als Tourengänger den Übergang zwischen den Örtlichkeiten Dadens und Gendusas erreichen.

Lawinenhunde auf der Suche

Kurz vor dem Ziel riss ein Schneebrett die ganze Gruppe mit. Drei Personen konnten sich selber befreien, zwei wurden verschüttet. Die Gruppe alarmierte die Rettungskräfte und begann die Suche nach den beiden Kollegen. Dank des Lawinenverschütteten-Suchgerätes konnte einer von ihnen rasch lokalisiert und unverletzt befreit werden.

Weil der zweite Mann sein LVS-Gerät nicht eingeschaltet hatte, waren von ihm keine Signale zu empfangen. Er konnte erst später von einem Lawinenhund geortet werden. Für den 23-jährigen Schweden kam jede Hilfe zu spät. Beim Lawinenunfall im Einsatz standen Rettungskräfte, Lawinenhunde und mehrere Helikopter.

(kub/sda)