St. Gallen

25. Oktober 2018 21:56; Akt: 25.10.2018 21:57 Print

«Wir zeigen Schülern, wie Gamen zum Sport wird»

In St. Gallen fand am Donnerstag der erste eSport-Kongress der Schweiz statt. Damit rückt die Stadt als Zentrum des digitalen Sports ins Blickfeld.

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Videospiele haben sich weltweit zum zweitbeliebtesten Sport nach Fussball entwickelt. «Über 300 Millionen Fans in aller Welt schauen sich Gaming-Wettkämpfe an», sagt Daniel Luther. Der eSport-Experte prognostiziert, dass eSport in den nächsten drei
Jahren zu den Top-Fünf-Sportarten der Schweiz zählen wird. «Wir sprechen hier von keinem Trend, sondern von einer Bewegung, die sich seit Jahrzehnten unter der Oberfläche der Wahrnehmung aufgebaut hat und mittlerweile durch den Lichtkegel des Mainstreams auch in der breiten Masse wahrgenommen wird», sagt Luther.

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Sind Videospiele Sport?

Am diesjährigen Digitaltag, der am Donnerstag stattfand, waren zwölf Städte und 70 Partner beteiligt. Neu hinzugekommen ist der Standort St.Gallen. Mit dem eSport.Business.Forum fand hier
der erste eSport-Kongress der Schweiz statt. 20 Referenten diskutierten unter anderem die Frage, wo die Schweiz als eSport-Land steht und welche Chancen die neue Sportart für heimische
Unternehmen bietet.

eSports als Schulfach?

Anlässlich des Digitaltags thematisierten auch verschiedene Oberstufenklassen der Stadt St. Gallen das Thema eSports. Im Athletik-Zentrum versammelten sie sich zur E-Sport-Schullektion. Dort konnten sie, begleitet vom Team mYsanity, im Unterricht gamen.

«Viele fragen sich: Was hat das mit Sport zu tun?», so Marco Käppeli, Schulleiter des Schulhauses Bürgli. Nebst dem Training am PC wurden auch Aspekte wie etwa der Alltag eines eSportlers, die Unterscheidung zwischen Gaming und eSport, die Suchtgefahr oder die Ausbildung beleuchtet. «Wir zeigen den Schülern, wie das Hobby-Gaming zum Sport wird, etwa durch geregelte Tagesabläufe und regelmässige Trainings.» Es sei wichtig, das Thema Digitalisierung ganzheitlich zu vermitteln. Medienkompetenz sei dabei ein wichtiger Aspekt. «Wir wollen den Schüler einen differenzierten Umgang mit Medien nahelegen», erklärt Käppeli.

(sav)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lukas am 26.10.2018 06:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ganzkörper-Bewegung

    Beim Sport in der Schule geht es doch auch darum, dass sich die Kinder wieder einmal richtig austoben können. E-Sport mag Koordinativ etc. ebenfalls hohe Ansprüche haben. Trotzdem fehlt hier schlicht die Bewegung des ganzen Körpers. Ich sage nicht, dass das Eine besser ist als das Andere. In der Schule aber soll der Sport mit Bewegung und auspowern in Verbindung gebracht werden.

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  • Geissenpeter am 26.10.2018 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zeigt ihnen wie man eine binäre Uhr liest

    das kann offensichtlich niemand.

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  • Post it am 26.10.2018 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    All about Money

    Und wer bezahlt diesen Mist? Hier wird einfach versucht einen neuen Hype zu kreieren um die Game Wirtschaft anzukurbeln. Verstehe nicht ganz warum.... und nur um dies zu klären. Ich spiele selber sehr gerne PS4 und das seit Jahren. Aber es stört mich dass man nach 10 Jahren Gamen sei schlecht nun so eine Verherrlichungskampagne startet. Gamen ist cool. Raubt einem aber auch Zeit in welcher man sich mit anderen Menschen vernünftig austauschen kann.

Die neusten Leser-Kommentare

  • WieBitte am 30.10.2018 21:44 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Wieso soll gamen ein Sport sein. Dass die Gamejunkies sagen können, ich habe mich den ganzen Tag sportlich betätigt.

    • junkie am 05.11.2018 12:28 Report Diesen Beitrag melden

      sehr verständlich

      weils geld gibt deshalb. nur ist die schweiz wieder mal zu langsam. ob nun mit 8 std briefe schreiben und berechnung machen am pc oder gamen geld verdient wird ist sowieso egal.

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  • Avenarius am 28.10.2018 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gaming ist kein Sport

    Es ist Gaming und nicht Sport. Übersetzt doch bitte richtig. Ist was für Couch-Potatos aber nicht für Sportler.

  • er am 26.10.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nein nicht sowas

    allso zum ersten lieber den kindern steurn, wirtschaft beibringen anstatt so demliches zeug wo alles an geld geht

  • Trainee am 26.10.2018 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu pessimistisch?

    Gaming an der Schule: Ja bitte, Multimedia und Spielen motiviert zum Lernen :D Aber mit E-Sport hat das wenig zu tun. Macht denen lieber keine Hoffnungen

  • T. Ststs am 26.10.2018 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daumenakrobatik

    Gamen = Sport? - Ich denke eher nicht. Aber die Daumenakrobatik wird sicher bald auch noch olympische Disziplin. Irgend ein Influenzer wird sicher dafür Werbung machen, damit die beschränkten Follower einem selbsterbannten Neuzeitapostel folgen können.