Thurgau

24. September 2018 09:06; Akt: 24.09.2018 09:54 Print

Sehen Sie, warum dieser Lenker angezeigt wurde?

In Romanshorn TG war am Samstag ein Lieferwagenfahrer mit ungesicherter Ladung unterwegs. Weit kam er damit nicht.

Bildstrecke im Grossformat »
Dieser Lieferwagenlenker war am Samstagmorgen so in Romanshorn unterwegs. Weit kam er nicht. Das korrekte Beladen und die fachgerechte Sicherung aller Güter sind unabdingbar für einen sicheren Transport. Mit diesem Bild machte die Landespolizei Liechtenstein im März darauf aufmerksam. So geht es richtig. Zwar gesichert, dafür überladen. Dieser Autofahrer wollte wohl seinen ganzen Hausrat mit in die Ferien nehmen: Völlig überladen war der VW im Juli 2016 auf der Autobahn A2 unterwegs. Das Auto war mehreren Leser-Reportern aufgefallen. Die Polizei zog den «Lastwagen» aus dem Verkehr. Die Dachlast wurde um satte 408 Kilogramm überschritten. Bei Autos dieses Typs sind auf dem Dach in der Regel maximal 50 bis 75 Kilogramm erlaubt. Auf der hinteren Achse waren 174 Kilogramm zu viel geladen. Insgesamt hatte das Auto 201 Kilogramm zu viel geladen. Der 40-jährige Autofahrer aus Deutschland musste eine Bussendeposition hinterlegen und das Auto entladen. Anschliessend konnte er seine Fahrt fortsetzen. Erfahrungen mit überladenen Autos hat die Luzerner Polizei bereits einige: Im Sommer 2015 erwischte sie gleich drei überladene Fahrzeuge an einem Tag. Die Fahrer mussten die Ware umladen und eine Busse bezahlen. Die Dachlast dieses Fahrzeugs wurde um mehr als das Dreifache des erlaubten Gewichts überschritten. In Nidwalden hat man auch schon Erfahrungen mit Rollern auf dem Dach gemacht: Dort wurde dieser Verkehrssünder angehalten. Haben sich diese Autofahrer diesen Pickup als Vorbild genommen? Oder vielleicht dieses Fahrzeug? Übrigens: Auch Lastwagen kann man überladen. Das geht auch mit Töffli, ... ... Velos, ... ... Rollern, ... ... oder Zügen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Im Schritttempo und ohne Kurven würde wahrscheinlich nichts passieren», schreibt die Kantonspolizei Thurgau auf ihrer Facebook-Seite zu diesem Bild. Aber selbst dann sei es nicht erlaubt und vor allem gefährlich. Die Ladung muss befestigt werden, so steht es im Gesetz.

Der betroffene Lieferwagen war so am Samstagmorgen in Romanshorn TG unterwegs. Weit kam er laut Polizei allerdings nicht. «Er war gerade beim Zügeln und fuhr nur ein paar Strassen weit», sagt Kapo-Sprecher Matthias Graf auf Anfrage. Der Fahrer wurde angezeigt und die Polizisten hätten ihn selbstverständlich auch über eine korrekte Sicherung der Ladung instruiert.

In einer Medienmitteilung der Landespolizei Liechtenstein heisst es dazu: Entscheidend ist, dass die Ladung gegen Verrutschen, Umfallen oder Herabfallen bei verkehrsüblichen Fahrzuständen, aber auch bei brüsken Ausweichmanövern oder Vollbremsungen immer korrekt gesichert ist. Eine ungenügende Ladungssicherung gefährdet andere Verkehrsteilnehmer und kann im schlimmsten Fall einen Verkehrsunfall verursachen. Die daraus entstehenden Folgen für den Lenker oder die Lenkerin (Strafanzeige, Busse, Versicherungsansprüche der Geschädigten und eventuelle Administrativmassnahmen) können gravierend sein.

(20M)