Arosa Bärenland

03. Februar 2019 18:01; Akt: 03.02.2019 18:01 Print

So schön schlafen die beiden Bären im Stroh

Nach zwei Tagen haben sich die neuen Bären von Arosa gut in ihrem Gehege eingelebt. Amelia erkundet neugierig die Umgebung, während Meimo viel schläft.

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Die beiden Bären aus dem albanischen Mini-Zoo haben sich inzwischen in ihrem neuen Zuhause zurechtgefunden. «Sie haben sich im Stall fünf aus Stroh ein Nest gemacht», berichtet Marion Schmitz vom Arosa Bärenland. «Meimo verhält sich sehr ruhig und auch die etwas neugierigere Amelia legt sich immer wieder zu ihm», so Schmitz. Dies zeige, dass sie wohl richtig zufrieden seien und sich wohlfühlten. Das Männchen Meimo schläft grösstenteils. Das Weibchen Amelia dagegen erkundet regelmässig das grosse Innengehege. Sie sei jedoch noch sehr vorsichtig bei ihren kleinen Streifzügen. «Man merkt, dass das Umfeld, die Gerüche und der Ort für die beiden neu sind», sagt Schmitz. Auffällig: Immer wieder ist Amelia auf der Seite des Innengeheges, wo Napa in seiner Box schläft. Offenbar rieche sie ihn. Die Bärenland-Verantwortlichen hoffen, dass die beiden Neuankömmlinge bald in die Winterruhe gehen werden. Im Restaurant bei der Mittelstation, wo man mittels Live-Cam beobachten kann, was Meimo und Amelia in den Anlagen tun, will fast jeder Gast einen Blick erhaschen. Der ganze Rummel um die beiden Braunbären ist auch ausserhalb der Gehege spürbar. «Im Dorf und im Schneesportgebiet wird man überall auf die Bären angesprochen», sagt Schmitz. Das Arosa Bärenland ist bis Anfang April jeweils nur an Donnerstagen von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Napa spürt bei der Ankunft der beiden Bären, dass etwas los ist, und läuft aufgeregt auf und ab. Braunbär Napa ist für die Destination Arosa Gold wert. Der Bär lockte tausende Gäste nach Arosa. Napa beim Mittagsschlaf in der Herbstsonne. Auch im Schnee fühlt sich Napa wohl. Der ehemalige Zirkusbär Napa kuschelt sich auch gerne im Häuschen ein. Dies liege vor allem an der Winterruhe, sagt Marion Schmitz, Sprecherin des Arosa Bärenlandes. «Sobald der Schnee aber im Frühjahr weg ist, wird er wieder aktiv sein.» Der 12-jährige Bär verbrachte sein vorheriges Leben als Zootier und Zirkusattraktion. Nach der Befreiung aus dem Zirkus durch Vier Pfoten wurde er in einem serbischen Zoo untergebracht, bis die Behörden seine Ausreise genehmigten. Die zwei Bären aus Albanien sind am Freitagabend (01.02.2019) im Arosa Bärenland angekommen. Die Reise der beiden Bären führte über Mazedonien, Griechenland und Italien nach Arosa. Vorher lebten sie in einem Mini-Zoo nahe der Stadt Shkoder. Dort hatten sie ein viel kleineres Gehege, weswegen sich der Besitzer an die Tierschutzorganisation Vier Pfoten wandte. Zuvor hatten sie keine Namen. Das Bärenmännchen wurde in Arosa Meimo getauft. Das Weibchen wird jetzt Amelia genannt. In Arosa erwartete die beiden noch namenlosen Bären schon eine viel grössere Anlage. Die Tierpfleger in Arosa hatten für jeden der beiden Bären schon eine Schlafbox eingerichtet und Futterrationen bereit gestellt. Damit bekam der einstige Zirkusbär Napa seine zwei neuen Gspänli.

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Die beiden Bären aus dem albanischen Mini-Zoo haben sich nach ihrer Ankunft am Freitagabend inzwischen in ihrem neuen Zuhause zurechtgefunden. «Sie haben sich im Stall fünf aus Stroh ein Nest gemacht», berichtet Marion Schmitz vom Arosa Bärenland. «Meimo verhält sich sehr ruhig und auch die etwas neugierigere Amelia legt sich immer wieder zu ihm», so Schmitz. Dies zeige, dass sie wohl richtig zufrieden seien und sich wohlfühlten.

Wie haben sie die ersten Tage verbracht?

Das Männchen Meimo schläft grösstenteils. Das Weibchen Amelia dagegen erkundet regelmässig das grosse Innengehege. Sie sei jedoch noch sehr vorsichtig bei ihren kleinen Streifzügen.


Amelia erkundet ihr neues Gehege. (Video: Arosa Bärenland)

«Man merkt, dass das Umfeld, die Gerüche und der Ort für die beiden neu sind», sagt Schmitz. Auffällig: Immer wieder ist Amelia auf der Seite des Innengeheges, wo Napa in seiner Box schläft. Offenbar rieche sie ihn. Napa, bisher alleiniger Publikumsliebling im Bärenland, hat sich aber nach anfänglichem Interesse wieder zurückgezogen und geniesst seine Winterruhe weiter.

«Napa hat Meimo mit einem Knurren empfangen»

«Zu Beginn hat Napa stark reagiert und war in seinen Ställen zwei und drei sehr aktiv. Er hat gespürt und gerochen, dass sich etwas ändert. Er hat Meimo mit einem Knurren empfangen. Meimo hat das Knurren erwidert», erzählt Hans Schmid, wissenschaftlicher Leiter vom Arosa Bärenland.

Das Knurren und Brummen der beiden Bären sei ein Signal, dass die männlichen Bären ihr Streifgebiet verteidigten, bestätigt auch Pascal Jenny, Präsident der Stiftung Arosa Bären.

Doch bereits am zweiten Tag habe sich Napa wieder in seiner Box zur Winterruhe gelegt und reagiere seither nicht mehr auf die beiden Neuankömmlinge. «Selbst wenn Amelia im Innengehege aktiv ist, hebt Napa nicht einmal mehr den Kopf», so Schmid.

Die Bärenland-Verantwortlichen zeigen sich froh darüber, dass sich Napa nicht stören lässt. Sie hoffen, dass die beiden Neuankömmlinge nun bald ebenfalls in die Winterruhe gehen werden.

Die Ankunft hat sich herumgesprochen

Der ganze Rummel um die beiden Braunbären ist auch ausserhalb der Gehege spürbar. «Im Dorf und im Schneesportgebiet wird man überall auf die Bären angesprochen», sagt Schmitz. «Auch die Zugriffe auf unsere Website und Webcam sind nochmals angestiegen.»


Die ersten Momente von Meimo und Amelia. (Video: Arosa Bärenland)

Im Restaurant bei der Mittelstation, wo man mittels Live-Cam beobachten kann, was Meimo und Amelia in den Anlagen tun, will fast jeder Gast einen Blick erhaschen.

Das Arosa Bärenland ist bis Anfang April jeweils nur an Donnerstagen von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

(sav)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter St. am 03.02.2019 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Herrlich

    So wunderbar, danke Allen die das ermöglicht haben!!!!

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  • Marcel. Bi am 03.02.2019 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so

    Einfach grandios, solche Storys erfreut mein Herzig. An alle Menschen die eine solche Einstellung haben weiter so.

  • Tierfreundin am 03.02.2019 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Es erfreut mein Herz immer wieder wenn ich erlebe dass es Tieren gut geht. Egal ob Hund, Katz, Bär etc. Ich unterstütze gerne 4 Pfoten da bin ich sicher meine Spende wird für Tieren in Not investiert. Auch wenn jetzt viele Menschen nach Kommerz schreien, denkt bitte daran das dadurch 3 Bärenleben gerettet wurden. Danke an all den Helfern.Viel Glück den 3 Pelzknäuel

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gwunderi am 04.02.2019 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Winterschlaf

    Warum nimmt man Bären aus ihrer gewohnten Umgebung im Winter, wo sie doch Winterschlaf halten?

    • Marvin 42 am 04.02.2019 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gwunderi

      Ich bezweifle stark das sie unter den Umständen in denen die Bären bis jetzt lebten einen Winterschlaf gehalten haben.

    • SabinaB am 04.02.2019 08:56 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Winterschlaf

      Bären halten keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe. Das heisst sie schlafen nicht den ganzen Winter durch.

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  • pia gut am 04.02.2019 07:03 Report Diesen Beitrag melden

    aufsteller

    Was sind das für kranke Typen mit Daumen nach unten. Selber genug Probleme vermutlich, dass man nicht fähig ist, sich über diee wunderbare Geschichte zu freuen. Mich hat sie zu Tränen gerührt. Danke allen Helfern. Dem Bären Trio wünche ich alles Gute. In dieser wunderschönen Gegend zu leben haben sie mehr als verdient.

  • Anita H. am 04.02.2019 07:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Idee

    joe so mega herzig die fuehlen sich so richtig wohl. Super Idee von Arosa! Werde mir die Baeren bal einmal selber ansehen.

  • Nora am 04.02.2019 06:45 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Bär.....

    Ein Bär braucht keine Stroh und Gehänge, er braucht Wald und in Ruhe gelassen werden!!!

    • Amanda Giess am 04.02.2019 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nora

      Nein wenn es ihm in der Wildnis nicht gut gehen würde wer es schlimmer

    • Egal am 04.02.2019 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nora

      Das bekommt sie auch sobald sie im Frühling nach draussen können

    • eisbärin am 04.02.2019 07:53 Report Diesen Beitrag melden

      keine Ahnung Nora!

      ach Nora.. wenn du die geschichte der bären gelesen hättest dann wüsstest du, dass diese beiden in freiheit nicht überleben würden

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  • kletterpunk am 04.02.2019 06:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Wenigstens leben sie und werden nicht abgeschossen wie Füchse und Wölfe