Rapperswil-Jona SG

20. Juni 2019 17:02; Akt: 20.06.2019 17:02 Print

So war tatsächlich eine Lenkerin unterwegs

Eine Lenkerin wurde am Mittwoch in Rapperswil-Jona von der Polizei angehalten. Sie war auf dem Weg zu einem Badesee und ihre Sicht durch ein Stand Up Paddle eingeschränkt. Kein Einzelfall.

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Am Mittwoch (19.06.2019) wurde an der Stampfstrasse in Rapperswil-Jona das Auto einer 49-jährigen Frau von der Polizei angehalten. Ihr Stand Up Paddle versperrte ihr die Sicht. Sie wurde angezeigt. Kein Einzelfall. So war im Juni 2018 eine Lenkerin im Thurgau unterwegs. Nicht nur die Sicht war eingeschränkt, das Brett war auch ungenügend gesichert. Dieser Anblick bot sich der Kapo TG kurze Zeit zuvor in Egnach. Die Fahrerin war gerade beim Umzug. Am Samstagnachmittag (17.02.2018) führte die Stadtpolizei St.Gallen im Westen der Stadt eine Verkehrskontrolle durch. Zwei Autofahrerinnen und ein Autofahrer wurden wegen Sichtbehinderung im Fahrzeug aufgrund der Ladung angezeigt. Nachdem sie ihre Fracht umgeladen hatten, konnten sie weiterfahren. Am Mittwoch (31.08.2016) hielt die Stadtpolizei St.Gallen einen Autofahrer an, der eine Matratze auf dem Beifahrersitz mitführte. Er durfte nicht weiterfahren. Ungenügend gesicherte Gegenstände sind auch immer wieder ein Problem, wie die folgenden Bilder zeigen. Notdürftig mit Schnüren band ein 29-jähriger Schweizer ein Sofa auf der Dachreling eines Alfa Romeos an. Passiert Ende Mai 2019. Auf der Autobahn A13 ging das Sofa verloren. Der Lenker und der Beifahrer fugten es wieder auf das Dach und fuhren weiter, bis sie in Oberriet SG von der Polizei angehalten wurden. Ungesicherte Ladungen können sehr gefährlich sein. Am 21. Juni 2017 wurde die Frontscheibe dieses Autos von Rohren eingedrückt, die von einem Lieferwagen gefallen waren. Zwei Personen wurden verletzt. Auch dieses Auto kollidierte mit Rohren, die nicht sachgemäss gesichert waren (23.11.2016). 1.8 Tonnen Holzlatten landeten am 25 Oktober 2012 auf der A1 bei Gossau SG. Es stellte sich heraus, dass die Latten ungenügend gesichert waren. Es entstand hoher Schaden, verletzt wurde niemand. Nicht nur Holzlatten werden ungenügend gesichert. Auch Dampfwalzen. Im Juni 2015 rutschte in Müllheim nach einer Kurve eine zirka neun Tonnen schwere Walze ab einem Anhänger. Verletzt wurde niemand. Eine Baustellenabschrankung machte sich am Dienstag (18.12.2018) in Kreuzlingen während der Fahrt selbständig, da sie zu wenig gut gesichert war.In der Folge durchbohrte die Baustellenabschrankung die Windschutzscheibe eines entgegenkommenden Autos. Die Insassinnen des Autos hätten aber Glück im Unglück gehabt und blieben unverletzt. Auch Heu wird nicht immer ausreichend gesichert. Mitte Mai 2019 verlor ein Bauer rund 40 Heuballen Hauptstrasse in Staad SG. Der 71-jährige Fahrer des Traktors wurde wegen ungenügender Ladungssicherung zur Anzeige gebracht. Dieser Lieferwagenlenker war so in Romanshorn unterwegs. Weit kam er nicht. Dieser auch nicht. Mitte Juli 2018 erwischte die Kantonspolizei Thurgau einen Lenker (70), der drei Meter lange Pakete ungesichert im Auto mitführte. Eine der beiden verpackten Sonnenstoren ragte knapp zwei Meter über das Fahrzeugheck hinaus. Dem 70-Jährigen wurde die Weiterfahrt verweigert Das korrekte Beladen und die fachgerechte Sicherung aller Güter sind unabdingbar für einen sicheren Transport. Mit diesem Bild machte die Landespolizei Liechtenstein im März darauf aufmerksam. So geht es richtig. Am Donnerstagnachmittag (23.06.2016) hielt die Stadtpolizei St.Gallen die Fahrerin dieses Autos an. Die Frau transportierte in ihrem Fahrzeug diverse lose Gegenstände. Sie wurde angezeigt. Zwar gesichert, dafür überladen. Dieser Autofahrer wollte wohl seinen ganzen Hausrat mit in die Ferien nehmen: Völlig überladen war der VW im Juli 2016 auf der Autobahn A2 unterwegs. Das Auto war mehreren Leser-Reportern aufgefallen. Die Polizei zog den «Lastwagen» aus dem Verkehr. Die Dachlast wurde um satte 408 Kilogramm überschritten. Bei Autos dieses Typs sind auf dem Dach in der Regel maximal 50 bis 75 Kilogramm erlaubt. Auf der hinteren Achse waren 174 Kilogramm zu viel geladen. Insgesamt hatte das Auto 201 Kilogramm zu viel geladen. Der 40-jährige Autofahrer aus Deutschland musste eine Bussendeposition hinterlegen und das Auto entladen. Anschliessend konnte er seine Fahrt fortsetzen. Erfahrungen mit überladenen Autos hat die Luzerner Polizei bereits einige: Im Sommer 2015 erwischte sie gleich drei überladene Fahrzeuge an einem Tag. Die Fahrer mussten die Ware umladen und eine Busse bezahlen. Die Dachlast dieses Fahrzeugs wurde um mehr als das Dreifache des erlaubten Gewichts überschritten. In Nidwalden hat man auch schon Erfahrungen mit Rollern auf dem Dach gemacht: Dort wurde dieser Verkehrssünder angehalten. Doch alle diese Bilder sind noch nichts im Vergleich zu Ladungen im Ausland. Dieser Pickup erfüllt die Vorschriften wohl kaum. Wo ist hier das Fahrzeug? Übrigens: Auch Lastwagen kann man überladen. Das geht auch mit Töffli. Vorsicht Flachwitz: Dieser Fahrer hat richtig Eier. Erstaunlich was man alles mit einem Velo transportieren kann. Oder mit einem Roller. ... oder wie viele Personen ein Zug transportieren kann.

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Die 49-jährige Frau wurde am Mittwoch gegen 16.20 Uhr an der Stampfstrasse angehalten, wie die Kantonspolizei St. Gallen schreibt. Sie war mit ihrem Auto unterwegs zu einem Badesee und hatte ihr Stand Up Paddle im Auto dabei.

Da dieses über sämtliche Sitze verstaut und bis hin zur Frontscheibe ragte, war die erforderliche Sicht während der Fahrt eingeschränkt. Die 49-Jährige wird bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht. Die Weiterfahrt wurde ihr untersagt.

Dass der Vorfall kein Einzelfall ist, sehen Sie in der Bildstrecke...

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