Oberbüren SG

13. August 2019 14:46; Akt: 13.08.2019 14:46 Print

Sohn sass am Steuer, Mutter und Grosi sind tot

Der Horror-Unfall auf der A1 vom Sonntag forderte zwei Tote. Jetzt ist klar: Am Steuer sass der Sohn. Getötet wurden seine Mutter und die Grossmutter.

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Der tragische Verkehrsunfall vom vergangenen Sonntag auf der Autobahn A1 bei Oberbüren SG löschte eine halbe Familie aus. Wie die Kantonspolizei St. Gallen am Dienstag gegenüber 20 Minuten bestätigt, handelt es sich bei den Insassen des in Frankreich immatrikulierten Autos um den 22-jährigen Sohn (Fahrer) und seine 21-jährige Freundin (Beifahrerin).

Hinten im Auto sassen die Mutter des Fahrers (58), sein Vater (61) und die Grossmutter (88). Mutter und Grossmutter wurden beim Unfall tödlich verletzt. Alle Insassen sind französische Staatsangehörige.

Zeugen gesucht

Wie Sprecher Florian Schneider gegenüber 20 Minuten sagt, ist der 61-Jährige soweit stabil, er befinde sich aber immer noch im Spital. Auch der Fahrer und die Beifahrerin sind noch im Spital. Sie beide wurden schwer verletzt. Die 21-Jährige sei noch nicht ausser Lebensgefahr.

Der genaue Unfallhergang ist noch nicht geklärt. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen, die die Fahrt des schwarzen Renaults mit französischen Kontrollschildern beurteilen können.

Gemäss bisherigen Erkenntnissen der Kantonspolizei St. Gallen hatte ein 52-jähriger Mann mit seinem ehemaligen Militärfahrzeug, das jetzt zivil eingelöst ist, Motorenprobleme und dürfte sich auf dem Pannenstreifen befunden haben. Gleichzeitig fuhr ein 22-jähriger Autofahrer mit seinem Auto auf der Autobahn A1 Richtung St. Gallen.

Pannenfahrzeug aufs Dach geschleudert

Aus bislang unbekannten Gründen geriet das Auto kontinuierlich auf den Pannenstreifen und prallte gegen das Pannenfahrzeug. «Wie es dazu kam, ist derzeit noch unklar», so Schneider. Man ermittle in alle Richtungen. Möglich sei, dass der Fahrer abgelenkt war, oder in einen Sekundenschlaf fiel. Auch ein technischer Defekt könnte theoretisch in Frage kommen.

Durch die Wucht der Kollision wurde das Pannenfahrzeug aufs Dach geschleudert. Der 52-Jährige wurde dabei unbestimmt verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Laut Schneider konnte er dieses inzwischen verlassen.

(20M)