Davos GR

17. Januar 2020 04:43; Akt: 17.01.2020 04:43 Print

Solche Szenen soll es dieses Jahr nicht geben

Letztes Jahr rammte während dem WEF ein Zug der RhB ein Auto auf einem Bahnübergang in Davos. Für dieses Jahr wurden Massnahmen geplant, um das zu verhindern.

Dieser Crash ereignete sich am WEF vergangenes Jahr. (Video: Leser-Reporter)
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Der Crash war heftig – das Auto hatte nach dem Aufprall einen Totalschaden. In einem spektakulären Video (siehe oben) eines Leser-Reporter sieht man ein Auto zwischen den Bahnschranken stehen und hört das Horn eines Zuges pfeifen. Dann kracht es und das Auto wird von der Lokomotive weggeschoben.

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Personen kamen glücklicherweise keine zu Schaden, sie konnten das Auto rechtzeitig verlassen. Bei den drei Insassen des Autos handelt es sich um Begleitpersonen von WEF-Gästen. Sie waren von London aus nach Davos gereist. Geschehen ist der Unfall während des Weltwirtschaftsforums 2019.

Es sei zu insgesamt vier Situationen gekommen, in denen sich Autofahrer bei Bahnübergängen «in Gefahr gebracht» hätten, wie WEF-Geschäftsleitungsmitglied Alois Zwinggi letztes Jahr sagte.

Verkehrskadetten bei Schranken

«Damit es dieses Jahr möglichst zu keinen Unfällen kommt, wurden Massnahmen getroffen», teilt Michael Straub, Landschreiber der Gemeinde Davos, auf Anfrage mit. Im Dorf habe es drei Übergänge, bei denen es während dem WEF zu kritischen Situationen kommen könne.

«Bei Bahnübergängen im Dorf stehen Verkehrskadetten bereit, die den Verkehr regeln», sagt Yvonne Dünser, Sprecherin der RhB. Bei stockendem Verkehr oder Stau sei es manchmal nötig, dass Autos vor einem Bahnübergang angehalten werden, damit sie nicht mitten auf den Gleisen stehen bleiben.

Das Bahnunternehmen hat auch technisch aufgerüstet. «Neu gibt es eine Raumüberwachung mittels Infrarotkamera», sagt Dünser. Diese erkennt Autos oder andere Objekte auf den Gleisen und würde bei Gefahr das Signal für den Lokführer auf Rot stellen, um einen Unfall zu verhindern.

Gas geben

Sollte jemand trotz all dieser Massnahmen mit dem Auto zwischen den Bahnschranken stehen, müsse er unbedingt Gas geben und die Schranken durchbrechen: «Die Schranken haben eine Sollbruchstelle und geben nach, so dass man mit dem Auto gut aus der Gefahrenzone kommt», sagt Dünser. Richtig wäre es natürlich, wenn man vor dem Übergang stehen bleibt, sobald die Blinkanlage und das Signal der Schranke ertönt.

(jeb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jacky am 17.01.2020 06:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Die WEF Besucher sind wohl der Meinung sie seien sooo wichtig, dass der Zug anhalten muss und nicht sie.

  • S. Behbeh am 17.01.2020 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Im Ernst?

    Leuten, die es schaffen, an einem Bahnübergang MIT SCHRANKEN einen solchen Vorfall zu verursachen, ist nicht mehr zu helfen. Der Hinweis, dass es besser wäre, bei rotem Blinklicht stehen zu bleiben ist ja fast schon rührend. Dass es auch nicht besonders klug ist, auf die Schienen zu fahren, wenn man wegen eines Staus erkennbar nicht sofort den Schienenbereich verlassen kann, sagt einem doch der eigene Verstand. Hier jetzt zusätzliches Personal an den Übergang zu stellen, das den Lenkern erläutert, dass auf den Schienen manchmal - Überraschung - Züge fahren, ist hoffentlich nicht ernst gemeint.

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  • Der Antikapitalist am 17.01.2020 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Regeln?

    Wäre nicht nötig wenn die Herren und Damen Geldsack, die am WEF telinehmen, sich an die geltenden Regeln halten würden. Aber sie sind natürlich etwas besseres als wir und können sich alles erlauben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris am 17.01.2020 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fraglich

    Ist schon recht fragwürdig das man zusätzlich zum gesicherten Bahnübergang noch Verkehrskadetten hinstellen muss. Was geht in den Köpfen solcher Menschen vor die nicht wissen was ein Blinklicht vor einem Bahnübergang bedeutet. Haben diese den Führerschein gewonnen.

  • Gusti am 17.01.2020 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Verkehrskadetten

    was genau sollen sie genau machen, wenn die Fahrer keine Vernunft haben. Die tönd mir jetz scho leid

  • Weffi am 17.01.2020 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen tatsächlich zu wenig

    Wenn ich das nur schon lese... Wer sich normalerweise in eine solche Situation manövriert wird gebüßt und zahlt entstanden Kosten. Ja das sind die Regeln in einem fremden Land die für alle zu befolgen sind.

  • M.Zedzkin am 17.01.2020 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ist es soo schwer ???

    Die einfachsten Regeln einzuhalten ??? Rot heisst Stop Grün fahren usw. 50 heisst 50 und nicht pro Rad !

  • Dä Jesus am 17.01.2020 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Volksverhönung

    Das WEF ist so überflüssig, dass es nicht einmal eine Telefonkonferenz wert wäre, jedes Jehr viel bla bla und jede Menge heisse Luft aber bringen tuts nichts. Von mir aus ist das WEF nur dazu da, dass die Herren und Damen Wirtschaftseliten zusammen Party machen können und wiedereinmal vereint dem Volk auf die Nase binden können, was sie sich vom Geld, dass sie sich vom einfachen Arbeiter ergaunert haben, so alles Leisten.