IT-Branche boomt

13. Mai 2013 22:18; Akt: 13.05.2013 22:18 Print

St. Gallen soll Silicon Valley werden

St. Gallen will zum Silicon Valley der Schweiz werden: Eine Kampagne lockt IT-Firmen an.

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Isabel Schorer, Leiterin der St.Galler Standortförderung: "St.Gallen soll als IT-Standort bekannter werden." (Bild: upz)

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Immer mehr Menschen verdienen in St. Gallen ihr Geld mit Computern: Mittlerweile arbeiten bereits über zehn Prozent der Beschäftigten in der Stadt im Informations- und Kommunikationssektor. Damit liegt St. Gallen schweizweit hinter Zürich auf Platz zwei und vor Städten wie Basel oder Lausanne.

Nun soll die Kampagne «IT St. Gallen rockt!» diese Position festigen: «Wir wollen St. Gallen als IT-Standort bekannter machen», sagt Isabel Schorer, Leiterin der städtischen Standortförderung. Sie hofft, dass sich in weitere Firmen in St. Gallen niederlassen. Dank Uni und Fachhochschule profitiere die Stadt zudem von überdurchschnittlich vielen Firmengründungen. Schorer: «Zu den bestehenden 4000 städtischen IT-Arbeitsplätzen werden so in den nächsten zwei, drei Jahren bis zu 200 dazukommen.» Roland Scherer, der an der HSG den Bereich Regionalwirtschaft leitet, sieht in der wachsenden St. Galler IT-Branche weitere Vorteile: «Wo viele Firmen einer Branche tätig sind, entsteht durch den Cluster-Effekt hohe Innovationskraft.»

Dringend Nachwuchs gesucht

«IT St. Gallen rockt», die von über 20 ortsansässigen Firmen mitgetragen wird, soll auch bei der Rekrutierung von Arbeitskräften helfen: «Wir brauchen dringend Nachwuchs, um die IT-Branche gesund zu erhalten», sagt Urs Sonderegger, Leiter Studienrichtung Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule St. Gallen. Es gebe Firmen, die wegen des Mangel an Arbeitskräften über eine Abwanderung Richtung Zürich nachdenken. Die FHS, die an «IT St. Gallen rockt!» mitarbeitet, macht auch selber vorwärts: Künftig soll bereits an Sekundarschulen für IT-Ausbildungen geworben werden.

(upz)