Am Grenzübergang

01. Juli 2014 09:25; Akt: 01.07.2014 09:25 Print

St. Margrethen fürchtet Verkehrskollaps

Der österreichische Zoll konzentriert seine Leistungen. Lastwagen werden ab heute hauptsächlich in St. Margrethen abgefertigt. Dort ist man skeptisch.

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Der Grenzübergang zwischen der Schweiz und Österreich bei St. Margrethen. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

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Der Widerstand vor allem von der Wirtschaft war gross, als die Österreicher die Konzentration der Leistungen ankündigten. Ab heute zieht Österreich die Landespolizei von der Grenze ab und
Exportwaren aus der Schweiz, die nicht für die Grenzregion bestimmt sind, sollen hauptsächlich in St. Margrethen verzollt werden.

Wie Wolfgang Hämmerle vom Zollamt Feldkirch gegenüber dem «Regionaljournal SRF» sagt, habe man das Gespräch gesucht und eine gemeinsame Lösung gefunden. «Durch die Konzentration werden wir flexibler», so Hämmerle. Die Öffnungszeiten würden an den gestärkten Grenzübergängen verlängert. Zudem können die Lastwagen für den Transit weiter auch in Lustenau, Meiningen und Höchst über die Grenze. Deshalb glaubt Hämmerle auch nicht, dass sich der Verkehr verlagert.

Droht St. Margrethen der Verkehrskollaps?

Ganz anders sieht man die Sache in St. Margrethen. Laut dem «Rheintaler» wird die Zahl der Lastwagen stark zunehmen. Pro Tag dürften es 80 bis 100 zusätzliche Lastwagen sein, schätzt der Rheintaler Zollinspektor Walter Portmann.

Richtig schlimm wird es nach Einschätzung des St. Margrether Gemeindepräsidenten Reto Friedauer im nächsten Jahr, wenn nicht nur die Autobahn zwischen Rheineck und St. Margrethen saniert, sondern zudem die Zollbrücke zwischen St. Margrethen und Höchst neu gebaut wird. Das Brückenprovisorium auf engstem Raum werde das Problem drastisch verschärfen und auch die Arbeit der Grenzwacht erschweren, ist Friedauer überzeugt.

Und überhaupt ist die Gemeinde St. Margrethen generell gegen eine besondere Bedeutung St. Margrethens im Warenverkehr.

(taw)