Kleinzoos

15. März 2011 21:48; Akt: 15.03.2011 21:53 Print

Ständiger Überlebenskampf

Der Eichberg-Zoo ist am Ende: Der Tierpark war nicht mehr finanzierbar. Auch andere Ostschweizer Zoos kämpfen ums Überleben.

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René Ballmer, Stiftungsrat des Eichberg-Zoos, im Lama-Gehege. (sst)

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Über eine Million Franken hätte der Rheintaler Eichberg-Zoo in den nächsten zwei Jahren benötigt, um weiter bestehen zu können: So viel hätte es gebraucht, um die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen und das anfallende Betriebsdefizit von jährlich 100 000 Franken zu decken. «Der nötige Betrag war nicht annähernd aufzutreiben», sagt dazu Stiftungsrat René Ballmer. Nicht zuletzt seien es die neuen Tierhaltungsauflagen, die grössere Investitionen erfordert hätten.

Dieses Problem kennt man nicht nur in Eichberg. Auch die Betreiber des Zoos Leopard in Bad Ragaz tun sich schwer mit den anstehenden Investitionen, wie Co-Leiterin Barbara D’Agostini bestätigt: «Es ist schwierig, in diesem Geschäft zu überleben», sagt sie. Bereits habe man den Tierbestand massiv reduziert und dafür Gehege vergrössert. «Das geht aber schon an die Substanz.» Ohnehin würden sie und ihr Partner bald aufhören. «Was der Sohn dann macht, weiss ich auch nicht», so D’Agostini.

Dass man mit einem Privatzoo nicht reich wird, weiss auch Walter Mauerhofer vom Frauenfelder Plättli-Zoo. «Ich arbeite sieben Tage die Woche, mache nie Ferien und lege bei den Bauarbeiten selber Hand an», so Mauerhofer. «Dann geht es schon.»

(eli/20 Minuten)