Forschungsexpedition

26. November 2019 18:05; Akt: 26.11.2019 18:05 Print

Student (25) verbrachte sechs Wochen in der Arktis

Der St. Galler ETH-Student Mauro Hermann verbrachte im Zuge einer Forschungsreise sechs Wochen in der Arktis. Nun ist für ihn umso mehr klar: «Wir müssen dem Klimawandel die Stirn bieten.»

Sechs Wochen verbrachte Mauro Herrmann mit einem Forschungsteam in der Arktis.
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«Ich hätte überhaupt nicht damit gerechnet und war total überrascht und glücklich, dass es geklappt hat», erzählt der 25-Jährige. Sechs Wochen durfte Mauro Hermann aus St. Gallen auf dem russischen Forschungsschiff «Akademik Fedorov» verbringen. Er konnte sich unter 250 Bewerbern beweisen und durfte mit 19 weiteren Studierenden bei der Forschungsexpedition der Mosaic School mitwirken. Ziel der Expedition ist es, die Arktis als Epizentrum der globalen Erwärmung so genau wie möglich zu betrachten und grundlegende Erkenntnisse zu gewinnen, die für ein besseres Verständnis des globalen Klimawandels von entscheidender Bedeutung sind.

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Im September begann die Reise in die Kälte. Insgesamt befanden sich auf dem Schiff 120 Teilnehmer, darunter Journalisten, Forscher, Lehrende und Lernende sowie 80 Crew-Mitglieder.

Abwechslungsreiches Programm

Langweilig sei es nie geworden. Neben Sport wie beispielsweise Crossfit, Yoga oder Fechten hätten sie vor allem viel gelernt: «Wir hatten zwei bis drei Vorlesungen pro Tag. Zudem konnten wir viel über den Klimawandel mit Forschern oder anderen Lernenden diskutieren», berichtet der ETH-Student.

Zudem durften sie dabei helfen, das Netzwerk auszubauen. Dazu gehörte zum Beispiel das Aufbauen von Forschungsgeräten. Dabei gab es strikte Regeln, wann man aufs Eis gehen durfte. «Wir wurden sehr gut integriert und fair zu den verschiedenen Aufgaben zugeteilt, sodass jeder alles machen konnte», schildert der St. Galler.

Student (25) verbrachte sechs Wochen in der Arktis

22 Tonnen Essen in fünfeinhalb Wochen

Viermal täglich wurden sie von einer russischen Crew verköstigt. Entsprechend gab es sehr viel Fleisch, Fisch und Kartoffeln. Insgesamt 22 Tonnen Essen wurde in fünfeinhalb Wochen konsumiert. Auch wenn es immer sehr fein gewesen sei, sei er froh, dass er nun wieder selber kochen und weniger Fleisch essen könne. «Einmal gab es zum Zvieri Fisch und Herdöpfel, das war schon sehr ungewohnt», erzählt Hermann.

Auch geschlafen haben sie auf dem Schiff: «Am Anfang war es etwas speziell, ich habe das Schwanken und die Geräusche vom Eis aber als angenehm empfunden.» Zudem hätten die Kälte und die vielen Eindrücke so müde gemacht, dass Schlafen kein Problem gewesen sei. Einige seien aber seekrank geworden.

Biolumineszierende Bakterien

Sein eindrücklichstes Erlebnis der Reise war, als eines Abends das Eis um das Schiff von biolumineszierenden Bakterien beleuchtet wurde. «Alles leuchtete, man hätte stundenlang zusehen können», erinnert sich Herrmann.

Durch die Reise sei ihm auch wieder bewusst geworden, was für eine grosse Herausforderung der Klimawandel ist: «Auch wenn diese Expedition nicht die Lösung zum Klimawandel hervorbringen wird, waren wir Teilnehmer uns einig: Wir müssen die globale Klimaerwärmung so stark wie möglich begrenzen – jetzt.»

(del)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Pestalozzi am 26.11.2019 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Natur lässt sich nie beherrschen

    Wer wirklich ehrlich und aufrichtig sein möchte, weiss dass wir zu keiner Zeit etwas im Griff haben. Die Gletscher, Dinosaurier waren und sind die Zeugen der Geschichte. Vermarktung mit Angst helfen nicht, weil wir die Natur nie bändigen können. Trotz Wissenschaft wiederholt sich die Geschichte. Nur wir Menschen haben nichts verstanden und dazugelernt!

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  • Thunfisch Sandwich am 26.11.2019 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gehts noch?

    Wow was der alleine schon an Co2 Produziert hat kann ich mein ganzes Leben nicht verfliegen.

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  • Philipp am 26.11.2019 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Die Meinung

    eines indoktrinierten Jungen interessiert mich eigentlich nicht. Und schon gar nicht irgendwelche Medien, die damit die Klimahysterie aufrecht zu erhalten versuchen. Sorry, es wird nicht klappen Leute.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • typisch am 27.11.2019 23:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheilig und sinnlos

    Cool ja, aber scheinheilig ebenfalls.

  • Heinz Peier am 27.11.2019 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit ist halt manchmal unangenehm

    Peter Pestalozzi bringt es auf den Punkt

  • Diskussionskultur am 27.11.2019 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Überzeugt mit Fakten

    Eine rege, sachliche Diskussion soll und darf sein. Wenn dann in der Mehrheit der Kommentare direkt auf die Person gezielt wird, geht es jedoch nicht mehr um die Sache. Ob nun pro Klimawandel oder dagegen, bringt Fakten zu eurer Überzeugung.

  • Susi Feuchtwarm-Willig am 27.11.2019 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ich war gerade draussen

    Sowas von kalt. Mag ich gar nicht. Wir müssen jetzt aktiv werden, handeln und was fürs Klima tun!

  • Karl am 27.11.2019 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Student. Mehr muss man nicht sagen

    Student. Danke. Damit habe ich schon genug gelesen. Indoktriniertes armes Menschlein.