Sicherheitsgespräch

10. Juli 2014 12:10; Akt: 10.07.2014 14:22 Print

Task-Force gegen Einbrecher gebildet

Länder und Kantone im Bodenseeraum wollen mehr gegen Einbrecher unternehmen. Das ergab das Treffen der Sicherheitsdirektoren in Frauenfeld.

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Ein Einbrecher bei der Arbeit: Oft bietet die Landesgrenze den Tätern Schutz (Symbolbild: Keystone).

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Länder und Kantone im Bodenseeraum wollen in Sicherheitsfragen noch enger zusammenarbeiten: Die Teilnehmer des 13. Bodensee-Sicherheitsgesprächs haben am Mittwoch in Frauenfeld die grenzüberschreitende Bekämpfung der Einbruchskriminalität zu einer Schwerpunktaufgabe der Polizei erklärt. Das teilte am Donnerstag der Kanton Thurgau mit.

«Grenze darf keinen Schutz bieten»

Beim Bodensee-Sicherheitsgespräch kamen die für die innere Sicherheit verantwortlichen Minister und Staatssekretäre aus Liechtenstein, den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern (D), dem Bundesland Vorarlberg (A) und den Kantonen St. Gallen, Schaffhausen und Thurgau zusammen. Gastgeber des diesjährigen Treffens war der Kanton Thurgau.

Die Initiative, eine gemeinsame Erklärung zur grenzüberschreitenden Bekämpfung der Einbruchskriminalität zu verabschieden, basiert auf Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau aus dem Winterhalbjahr 2013/2014. Bei grösseren Einbruchsserien stellte sich heraus, dass die Täter fast immer Bezüge zum grenznahen Ausland hatten, im Thurgau speziell zum Grossraum Konstanz.

«Die Grenze darf Tätern keinen Schutz bieten», forderte der Thurgauer Justizdirektor Claudius Graf-Schelling. Es gelte, die vielen Möglichkeiten konsequent zu nutzen, die sich dank der Polizeiverträge der Schweiz mit Deutschland, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein böten. Es gebe aber durchaus noch Potenzial in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Task-Force gebildet

Hans Baltensperger, Kommandant der Kantonspolizei Thurgau, nannte als Ziel zum einen die Strukturermittlung: «Wir brauchen mehr Wissen über diese Tätergruppierungen.» Der Austausch der Polizeien über Herkunft, Vorgehen und Mobilitätsverhalten dieser Täter sei zu vertiefen. Zum anderen sei der Kontrolldruck an den Grenzen, zusammen mit den Grenzbehörden, hoch zu belassen oder zu erhöhen.

Gemäss der gemeinsamen Erklärung sprechen sich das Fürstentum Liechtenstein, die Bundesländer und Kantone für die Bildung von länderübergreifenden Task-Force-Gruppen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität im Bodenseeraum aus. Informationen sollen rasch und unbürokratisch ausgetauscht werden.

(eli)