Von Sohn getötet

12. August 2019 09:47; Akt: 12.08.2019 11:07 Print

«Mit Maria verlieren wir unsere gute Seele»

Von ihrem eigenen Sohn wurde die 57-jährige Maria erstochen. Die Frau arbeitete für den lokalen Tennisclub in Rapperswil.

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«Wir haben die traurige Pflicht, euch darüber zu informieren, dass es sich beim Opfer der Gewalttat in Rapperswil-Jona vom Sonntag mutmasslich leider um unsere Clubwirtin Maria handelt.» Dieses Statement veröffentlichte der Tennisclub Rapperswil auf seiner Homepage.

Die 57-jährige Maria wurde am Sonntagnachmittag von ihrem Sohn beim Bahnhof Rapperswil mit einem Messer attackiert. Ihre Verletzungen waren so schwer, dass Maria noch am Tatort verstarb. Der 36-jährige Sohn wurde anschliessend verhaftet.

«Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen»

Im Restaurant vom TC Rapperswil wurde sie von allen Seiten geschätzt. «Ich habe sie gestern noch gesehen. Es ist einfach alles so unwirklich», sagt ein Mitarbeiter gegenüber 20 Minuten. Sie sei eine freundliche, aufgestellte Person gewesen, die stets pünktlich war. «Auch heute stand ich um halb 8 hier und habe auf sie gewartet. Auch wenn ich weiss, dass sie nicht kommen wird. Es fehlt einfach etwas», so der Angestellte weiter. Bis auf weiteres bleibt das Restaurant geschlossen.

Auch bei den Gästen herrscht tiefe Betroffenheit: «Meine Frau und ich kannten Maria gut», sagt einer von ihnen gegenüber 20 Minuten. Er sei mehrmals die Woche in den Club gekommen und könne immer noch nicht glauben, warum diese Tragödie passieren musste. «Meiner Frau gegenüber hat Maria mal erwähnt, dass sie Probleme mit einem ihrer Jungs hätte. Dass es aber so schlimm ist, hätte wohl niemand gedacht», so der Stammgast.

SRF-Bürer tief betroffen

Mittlerweile hat sich auch der Präsident des Clubs, der bekannte SRF-Tennis-Moderator Stefan Bürer zu Wort gemeldet: «Das Flugzeug nach San Francisco hob gerade ab, als die schreckliche Tat geschah. Kaum gelandet, bekam ich die Nachricht, die mich zutiefst schockiert und unfassbar traurig macht.»

Bürer verweilt nun für einen Monat in den USA. Er sagt: «Trotzdem ist es mir aber ein riesiges Anliegen, meiner Bestürzung Ausdruck zu geben. Mit Maria verlieren wir unsere gute Seele, den Anker im Clubhaus. In tiefer Trauer und in Gedanken bei ihrer Familie.»


(fss/juu)