Parlament

11. Januar 2011 16:56; Akt: 11.01.2011 16:56 Print

Thurgauer Ständeräte treten nicht mehr an

Nach zwölf Jahren haben sie genug: Philipp Stähelin (CVP) und Hermann Bürgi (SVP) werden 2011 nicht mehr zur Wahl antreten. Eine Kronfavoritin für die Nachfolge bei der CVP ist bereits bekannt.

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Die Thurgauer Ständeräte Hermann Bürgi, SVP (links) und Philipp Stähelin, CVP (rechts) wollen bei den Ständeratswahlen 2011 nicht mehr antreten. (Bild: Keystone)

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Die beiden Ständeräte aus dem Kanton Thurgau, Philipp Stähelin (CVP) und Hermann Bürgi (SVP), treten bei den Wahlen im Oktober nicht mehr an, wie sie am Dienstag in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten. Stähelin und Bürgi sind beide seit 1999 im Ständerat.

Die Rücktritte der beiden Thurgauer Vertreter im Ständerat waren schon seit längerem erwartet worden. Jetzt sind sie offiziell.

Thurgauer Vertreter des Ständerats wollen kürzer treten

Der Rechtsanwalt, ehemalige Thurgauer Regierungsrat (1989 bis 2000) und ehemalige Präsident der CVP Schweiz (2001 bis 2004) Philipp Stähelin wird im April 67 Jahre alt. Hermann Bürgi ist gut zwei Jahre jünger. Auch er ist Rechtsanwalt von Beruf. Hermann Bürgi gehörte von 1986 bis 1996 dem Regierungsrat des Kantons Thurgau an.

«Wir stehen im Oktober 2011 an der Schwelle des Alters, in welchem wir kürzer treten wollen», heisst es im gemeinsamen Communiqué der beiden Politiker. «Wir haben uns entschieden, auf eine weitere Kandidatur bei den kommenden Ständeratswahlen zu verzichten.»

Brigitte Häberli als Kronfavoritin

Als Kronfavoritin für die Nachfolge Stähelins gilt bei der CVP Nationalrätin Brigitte Häberli. Sie sagte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, sie werde der Parteileitung mitteilen, dass sie zur Verfügung stehe und hoffe auf eine Nomination als Ständeratskandidatin durch die Delegierten am 25. Januar in Amriswil.

Bei der SVP zeichnet sich ein internes Duell ab. Sowohl der ehemalige Regierungsrat und Bundesratskandidat Roland Eberle hat sein Interesse erklärt, als auch Urs Schneider, Kantonsrat und Vizedirektor des Schweizerischen Bauernverbands. Schneider war OK- Präsident des eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF 2010) in Frauenfeld.

(sda)