Silvester-Lärm

29. Dezember 2011 22:58; Akt: 29.12.2011 23:06 Print

Tierhalter setzen auf Beruhigungsmittel

von Marlene Kovacs - Immer mehr Tierbesitzer verabreichen ihren Hunden zu Silvester Beruhigungsmittel. Das kann unter Umständen böse enden.

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Knaller, Raketen und Lärm: Für die meisten Tiere und ihre Besitzer bedeutet Silvester einfach nur Stress. Deshalb greifen Tierhalter immer häufiger auf Beruhigungsmittel für ihre Lieblinge zurück. «Wir haben derzeit ungefähr zehn Tierbesitzer pro Tag, die bei uns Beruhigungsmittel holen und weitere, die sich danach erkundigen», sagt Fabienne Feur­stein von der Kleintierklinik am Damm in Gossau.

Auch Beat Bächi von der Tierklinik Lindenhof bestätigt den Trend. «Es gibt immer mehr Tierbesitzer, die solche Medikamente bei uns holen», so der Tierarzt. Tierschützer warnen vor dem Missbrauch von Beruhigungsmitteln: «Eine Überdosierung oder falsche Medikamente können sehr gefährlich sein», so Reinhold Zepf, Präsident des Thurgauischen Tierschutzverbandes.

«Psychopharmaka und ähnliches sollten nicht einfach in der Apotheke geholt werden. Nur Tierärzte wissen genau, welches Mittel und in welcher Dosis verabreicht werden muss», so St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche. Zepf geht sogar noch weiter. «Wir vom Tierschutzverband sind absolut gegen diese Beruhigungsmethoden», so Zepf. Es gebe andere Möglichkeiten. «Man kann die Tiere für ein paar Stunden in einen geschützten Raum oder den Keller bringen», so der Verbands-Präsident.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • karma1969 am 01.01.2012 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Notfalltröpfchen zum 2.

    Seltsamerweise hat nur meine eine Katze offenbar gut auf die Tröpfchen reagiert, sie lag den ganzen Abend bei mir auf dem Sofa und hat geschlafen, nachdem sie anfangs natürlich auch etwas erschrocken war. Die andere Katze hat sich verhalten wie immer: panisch umher gekrochen, liess sich auch von mir nicht beruhigen und verkroch sich letztendlich unter mein Bett, wo sie erst nach Stunden wieder hervorkam. Faszit: bei den Einen helfen sie, bei den Anderen weniger.

  • Ein Hundehalter am 30.12.2011 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gewohnheits- und Verhaltenssache

    Klar leiden viele Tiere unter dem Geknalle und Licht. Aber deswegen wieder etwas verbieten? Wann verbieten wir die Blasmusiken und Fasnacht? Wir haben 2 Hunde, gehen viel spazieren und diese stören sich nur sehr bedingt an Lärm, und Licht, weil sie sukzessive daran gewohnt wurden und wir selbst keine Tamtam darum machen und ruhig bleiben. Die Welpen- und Junghundekurse fanden neben einem Schiessstand statt; wir sind oft am Bahnhof, spazieren der Autobahn und hie und da sogar dem Flughafen entlang. Ich spiele Schlagzeug im Keller und unsere Hunde sind absolut normal und gut ausgebildet.

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  • maja naef am 30.12.2011 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    so schlimm ist es nun auch nicht

    Tiere, die vor der Knallerei Angst haben, fürchten auch starke Gewitter. Ich sorge einfach dafür, dass meine drei zu hause sind und da wenn es nötig ist einen für sie akzeptablen Schutzort haben. Eine Katze verzieht sich unter das Bett. Ich dämme dann die Lautstärke mit der Bettdecke. Genügt ihr vollauf. Die anderen reagieren überhaupt nicht auf die Knallerei.

Die neusten Leser-Kommentare

  • karma1969 am 01.01.2012 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Notfalltröpfchen zum 2.

    Seltsamerweise hat nur meine eine Katze offenbar gut auf die Tröpfchen reagiert, sie lag den ganzen Abend bei mir auf dem Sofa und hat geschlafen, nachdem sie anfangs natürlich auch etwas erschrocken war. Die andere Katze hat sich verhalten wie immer: panisch umher gekrochen, liess sich auch von mir nicht beruhigen und verkroch sich letztendlich unter mein Bett, wo sie erst nach Stunden wieder hervorkam. Faszit: bei den Einen helfen sie, bei den Anderen weniger.

  • Stefan Alexander am 01.01.2012 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht auch total ohne Medis !

    Sind seit 30 Jahren Hunde- und Katzenhalter. Ob in der Wohnung oder im Haus. 1. Die Tiere nie alleine lassen. 2. Den Fernseher oder Radio auf etwas lautere Musik einstellen und dazu, sofern man möchte, singen. Diese unmittelbaren Töne aus dem Radio mit der eigenen Stimme des oder der Halter, beruhigt die Tiere. Sie haben absolut keinen Stress und hören so die Böller und Knaller nur aus der "Ferne". Wie gesagt: es funktioniert seit 30 Jahren.

  • karma1969 am 31.12.2011 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Notfalltröpfchen

    ich habe dieses Jahr mal die Notfalltröpfchen von Dr. Bach für Haustiere gekauft für meine 2 Katzen, weil sie auch immer so panisch reagieren. Seit 2 Tagen gebe ich ihnen je 4 Tropfen, bin jetzt gespannt. Falls man hier auch nach Silvester noch schreiben kann, werde ich berichten, wies lief... Good luck!

  • nicole ebert am 30.12.2011 22:00 Report Diesen Beitrag melden

    Jedes Tier ist anders

    Das kommt aufs Tier an. Meine 3 Katzen haben keine Angst vor Silvester...im Gegenteil. Sie sitzen dann am Fenster und würden am liebsten auf den Balkon raus ;). Oft liegt es aber auch am Besitzer. Der Besitzer gibt den Tieren das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist und deshalb regt sich das Tier auf.

  • Ramona am 30.12.2011 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Notfalltropfen in der Apotheke erhältlich

    Ich habe zwei Katzen. Die Kätzin schaut sich das im Schlafzimmer an hinter der Katzenklappe. Mein Kater der hat panische Angst. Die Tage davor böllern sie herum. Er kommt zitternd und völlig verstört mehrmals am Tag hinein, für mich der pure Horror. Ich habe jeweils Notfalltropfen zu Hause. Ein Fläschchen ohne Alkohol und eines mit. Mit Alkohol bekommt er nur wenn es gar nicht mehr geht und ich lasse ihn jeweils nicht mehr aus dem Haus. Übrigens kann man auch feiern ohne Feuerwerk! Ich finde es übertrieben das jede/r Familie Geld in die Luft lassen muss. Schade ums Geld, arme Tiere!