Nach Horrorunfällen

12. Mai 2014 13:01; Akt: 13.05.2014 15:14 Print

Todesstrecke A1.1: TCS fordert Massnahmen

von Jeroen Heijers - Innert sieben Tagen starben auf dem Autobahnzubringer bei Arbon drei Menschen. In beiden Fällen prallten die Autos frontal ineinander. Nun fordert der TCS Massnahmen.

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«Dies ist eine extreme Häufung an Unfällen auf dieser Strecke», sagt Luigi Rossi, Sektionspräsident des TCS St. Gallen-Appenzell Innerrhoden. Am 4. und am 11. Mai kamen auf der Schnellstrasse bei zwei Frontalkollisionen drei Menschen ums Leben. Seit der Eröffnung der Schnellstrasse im Jahr 1993 sind es damit bereits elf Todesopfer. Nun will der TCS so schnell wie möglich reagieren.

Rossi sieht denn auch schon eine mögliche Lösung: eine Leitplanke, die die beiden Spuren voneinander trennt. Auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung komme infrage. Rossi: «Zuerst muss aber die Lage genau analysiert werden.» Der TCS will seine Lösungsvorschläge baldmöglichst ausarbeiten und vorlegen.

Kaum Überlebenschancen

Beim Tiefbauamt Thurgau sieht man die Lage weit weniger dramatisch. «Nur weil dort in der vergangenen Woche zwei tödliche Unfälle passiert sind, heisst es nicht, dass dies an der Strasse liegt», sagt Kantonsingenieur Andy Heller. Es werde nun eine Unfallanalyse vorgenommen, die dann zeigen soll, ob Massnahmen zu ergreifen sind. Auch Heller sieht in einer Leitplanke eine mögliche Lösung, festlegen wollte er sich nicht.

Für eine Leitplanke, die die beiden Spuren trennt, spricht sich auch Bettina Zahnd, Leiterin der Abteilung Unfallforschung bei der Axa Winterthur, aus.Bei einem Frontalaufprall mit Tempo 100 sei die Überlebenschance praktisch null, so Zahnd gegenüber TVO. Es sei abzuwarten, ob weitere Menschen ihr Leben auf der Todesstrasse lassen müssten oder ob vorher Massnahmen zur Sicherung der Strasse vorgenommen würden.