Graubünden

31. März 2019 16:21; Akt: 31.03.2019 16:21 Print

«Die Freude am Wintersport ist zurück»

Von den USA bis Grossbritannien: Die Berge Graubündens werden von Touristen überrannt. Die Chefs der Bergbahnen und die Hoteliers sind von der diesjährigen Wintersaison begeistert.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Überdurchschnittlich gut» sei die Wintersaison 2018/19 bisher verlaufen, sagte Martin Hug, Präsident des Verbandes Bergbahnen Graubünden, auf Anfrage. Zurückzuführen sei die Entwicklung der Gäste- und Umsatzzahlen auf die hohe Anzahl Sonnenstunden und die hervorragenden Verhältnisse auf den Pisten. Laut Hug war überdies ganz klar die «wieder gefundene Freude am Wintersport spürbar». Allerdings müssten Angebote über gute Schnee- und Wetterverhältnisse hinaus gehen. Dazu zählen etwa solche in der Infrastruktur am Berg, die Kulinarik, Serviceleistungen sowie attraktive Pricing-Modelle.

Trotzdem sind letztlich die Wind- und Wetterverhältnisse entscheidend, ob die gute Konsumentenstimmung für die Bergbahnen noch bis Ostern anhält. Langjährige Erfahrungen zeigten, dass das Bergbahn-Geschäft unberechenbar und sehr witterungsabhängig sei, betont Hug. Nachhelfen, um das Geschäft in Gang zu halten, wollen die Unternehmen mit «spannenden Events». Im Skigebiet von Laax beispielsweise sind laut Hug diverse «Live Sessions» angesagt.

«Wir rechnen mit einem guten Winter»

Im Hoch ist die Stimmung auch bei den Hoteliers in Graubünden. «Wir rechnen mit einem guten Winter», sagte Ernst Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden. Die neuesten Übernachtungszahlen vom Januar bestätigten das Plus von sechs Prozent im Dezember. Die Monate Februar und März brachten nach Einschätzung der Hoteliers gute Ergebnisse vor allem wegen der Gäste aus der Schweiz und Deutschland. Auch die USA und Grossbritannien gehören für die Bündner Tourismusbranche zu den Hauptmärkten. Ursache für den guten Saisonverlauf sind für Wyrsch neben den Wetter- und Schneebedingungen bessere Wechselkursverhältnisse sowie «unsere immer attraktiver werdenden Produkte».

Die späten Ostern sind für die Hoteliers laut Wyrsch eine «Herausforderung». Drei Aprilwochen seien zu überbrücken. Er rechne damit, dass Betriebe, die noch geöffnet hätten, «interessante Promotionen mit den Bergbahnen machen», sagte Wyrsch weiter. Und der Verbandspräsident vermutet, dass «an Ostern noch viel Schnee liegen wird».

Skifahren bis Anfang Mai im Engadin

Positive Töne sind auch aus dem Engadin zu vernehmen, wo die Bergbahnen auf diese Saison hin das Modell mit dynamischen Skipass-Preisen eingeführt wurde. Es verspricht tiefere Preise, je früher die Tageskarten gekauft werden.
Die Mehrheit der Gäste habe von ermässigten Preisen profitiert. Über die Hälfte der Mehrtageskarten seien im Voraus im Internet gekauft worden, meldete die Tourismusorganisation Engadin/St. Moritz. Entsprechende Angebote, die Hotelaufenthalte und Wintersport kombinieren, sollen nächste Saison weitergeführt werden.

Die Engadiner propagieren das Frühlingsskifahren zum Ausklang nochmals kräftig. Denn die letzte Bahn, die im Engadin und in ganz Graubünden in dieser Wintersaison schliesst, ist jene auf die Diavolezza. Und die fährt noch bis zum 5. Mai.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gian und Giachen am 31.03.2019 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzlichen Dank

    Eigentlich sollte auf der A13 beim Heidiland eine Tafel stehen, mit welcher sich die Bündner bei allen Touristen für ihr Kommen bedanken. Jeden Sonntag schlängelt sich eine Autolawine in Richtung Norden und zeigt, wie beliebt Grischuna ist. In diesem Sinne, vielen Dank ihr Unterländer und Deutschen, dass ihr uns unterstützt.

  • Bündner am 31.03.2019 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gönnt den Berglern die Freude...

    Nach dem Eurocrash im 2008 wurde die Schweiz über Nacht 30% teurer. Die Spuren geschlossener Hotels sind immer noch sichtbar. Graubünden und der Rest der Schweiz sind in Gottes Namen teurer als unsere qualitativ starken Nachbaren. Trotzdem bleibt den Schweizern noch ein Rest der Finanzen um zu investieren und konkurrenzfähig zu bleiben. Dies nur dank den zahreichen Gästen aus dem Unterland und dem Ausland. Danke allen.

    einklappen einklappen
  • Urs am 31.03.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich sehe das anders:

    Die wohlstandsverwahrlosten sind immer zahlreicher.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean claude killy am 01.04.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Pistenfrass

    Naja Qualität und Innovazion hat anscheinend noch nicht stattgefunden in den Pistenbaizen , Gewinnmaxime scheint noch allgegenwertig zu sein, wird sich langfristig aber nicht auszahlen.

  • SarahConny am 01.04.2019 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unverantwortlich

    In Zeiten des Klimawandels ist Skisport eigentlich unverantwortlich. Die Autokolonnen rauf- und runter jedes Wochenende, Millionen Liter Diesel, der durch die Motoren der Pistenfahrzeuge läuft. Dann noch der sagenhafte Stromverbrauch von der künstlichen Beschneiung. Von der Verschandlung der Umwelt ganz zu schweigen. Aber was weiss ich schon...

    • Katinka am 01.04.2019 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SarahConny

      Sie fliegen lieber schnell mal zum Shoppen in die nächste Grossstadt, oder?

    • Herby am 01.04.2019 10:34 Report Diesen Beitrag melden

      Ach ja?!

      @Katinka: und sie urteilen gerne mal schnell über Menschen, die sie nicht kennen?

    einklappen einklappen
  • Gian und Giachen am 31.03.2019 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzlichen Dank

    Eigentlich sollte auf der A13 beim Heidiland eine Tafel stehen, mit welcher sich die Bündner bei allen Touristen für ihr Kommen bedanken. Jeden Sonntag schlängelt sich eine Autolawine in Richtung Norden und zeigt, wie beliebt Grischuna ist. In diesem Sinne, vielen Dank ihr Unterländer und Deutschen, dass ihr uns unterstützt.

  • Bündner am 31.03.2019 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gönnt den Berglern die Freude...

    Nach dem Eurocrash im 2008 wurde die Schweiz über Nacht 30% teurer. Die Spuren geschlossener Hotels sind immer noch sichtbar. Graubünden und der Rest der Schweiz sind in Gottes Namen teurer als unsere qualitativ starken Nachbaren. Trotzdem bleibt den Schweizern noch ein Rest der Finanzen um zu investieren und konkurrenzfähig zu bleiben. Dies nur dank den zahreichen Gästen aus dem Unterland und dem Ausland. Danke allen.

    • Heimatverbunden am 31.03.2019 19:51 Report Diesen Beitrag melden

      Ferien in der Schweiz

      Habe ich gerne gemacht und ich komme jedes Jahr gerne mehrmals ins Oberengadin.

    einklappen einklappen
  • Urs am 31.03.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich sehe das anders:

    Die wohlstandsverwahrlosten sind immer zahlreicher.

    • Inselbewohner am 31.03.2019 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs

      hmm?, aber nein , Skifahren bleibt etwas tolles , Bewegung und beste Luft , da ist nichts falsches dran , im Gegenteil..

    einklappen einklappen