Thurgau

18. April 2019 18:03; Akt: 18.04.2019 18:15 Print

Unbekannter führt Hund mit Mercedes Gassi

Auf Facebook wird heftig diskutiert. Auslöser ist ein Post über eine Person, die im Mercedes ihren Hund Gassi fährt. Offenbar kein Einzelfall. Diverse User melden ähnliche Beobachtungen.

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«Ich habe das nun schon wiederholt beobachten können», sagt der Verfasser des Posts empört. «In Neuwilen TG in der Türlistrasse gibt es Leute, die mit dem Mercedes ihren Hund Gassi fahren.» Er führt weiter aus: «Ausgestiegen wird nicht, nur die Tür aufgehalten, damit der Hund aus- und einsteigen kann, und man fährt neben dem Hund her. Das Häufchen bleibt also sicher auch liegen.»

Die letzten Male habe zudem ein Traktorfahrer, der sein Feld habe bewirtschaften wollen, «hinterherkriechen» müssen.

Er selbst habe auch einen Hund und es sei auch nicht immer einfach, da er gesundheitlich angeschlagen sei. «Trotz grosser Schmerzen käme es mir aber nicht in den Sinn, so was zu tun.»

Stein oder Plüschtier als Ersatz?

In den Kommentaren sind andere Mitglieder der Lokalen Facebook-Gemeinschaftsgruppe entsetzt. «Ich finde so etwas einfach nur schrecklich», kommentiert eine Frau unter dem Beitrag. «Wenn man zu faul ist, um Gassi zu gehen, dann sollte man sich keinen Hund anschaffen», meint sie weiter.
Eine andere hängt an: «Oder man hält besser gar kein Tier sondern ein Stein.» Die Vorschläge gehen weiter: «Wenn man so faul ist, sollte man sich allenfalls ein Plüschtier anschaffen. Das muss lediglich hin und wieder ausgeschüttelt oder abgesaugt werden», meint ein Gruppenmitglied spöttisch.

Kein Einzelfall

Andere ärgern sich, dass der Beobachter nichts gegen den Mercedes-Fahrer unternommen hat.
Der Beobachter verteidigt sich: «Und was sollte ich dann tun? Da hinrennen und ihm den Hund wegnehmen?» Eine Person schlägt daraufhin vor, dass man sich das nächste Mal die Autonummer aufschreiben solle, und das ganze dem Tierschutz melden müsse.

Dass sich solche Vorfälle auch anderswo ereignen, zeigt ein weiterer Kommentar unter dem Beitrag: «Genau das gleiche Szenario konnte ich in Münchwilen TG beobachten. Der Halter hat den Kofferraum geöffnet und den Hund dann mit rund zwei Meter Abstand vom Auto Gassi gefahren», erzählt ein Mann. Auch einer Frau aus Höri am Bodensee (D) teilt ihre Erlebnisse: «Ich sehe das immer wieder, sowohl bei trockener Witterung als auch bei Regenwetter.» Alle Kommentatoren sind sich einig: Dieses Verhalten ist ein absolutes No-go.

(mwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BRUMMPÄNGLI am 18.04.2019 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Dankbarkeit

    Und der Hund ist seinem Herrchen dennoch treu. Die haben diese Liebe gar nicht verdient.

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  • momo27 am 18.04.2019 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arme Hunde

    Solche Hundebesitzer gibt es bei uns schon seit Jahren. Man kann leider nicht viel dagegen tun, solange es dem Hund sonst gut geht, unternimmt der Tierschutz nichts. Es gibt auch die Schönwetter-Hundebesitzer, die mit voll frustrierten Hunden nur bei schönem Wetter spazieren gehen, weil der Hund kein Regen mag und kälte schon gar nicht. Das find ich noch fast schlimmer. Aber sind wir mal ehrlich, die wenigsten Tierhalter halten ihre Tiere wirklich so wie sie sollten.

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  • Uelu am 18.04.2019 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Human Beeing

    Welcome: So ist der Mensch ! Aber nicht mehr lange...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • I.h am 19.04.2019 22:07 Report Diesen Beitrag melden

    War schon früher auch so

    Das hab am Mittwoch in Mönchaltorf auch gseh sogar en merz und en Appenzellerhund oder so

  • Mirabella am 19.04.2019 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Personal -Trainer

    Wenn ich die Kommentare hier lese, weiss ich, weshalb ich Tiere mehr liebe als manche Menschen! Auch die ironisch gemeinten finde ich völlig daneben! Einen Hund zu halten heisst Verantwortung zu übernehmen. Ich geniesse es, dank meinem Hund fit zu sein ; sage immer, dass das mein Personal-Trainer ist. Wer das nicht so sieht, sollte vielleicht keinen Hund halten. Ansonsten gibt es auch genügend Hundesitter; aber dafür reut die dann das Geld...

  • Dino am 19.04.2019 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache motzen !!!

    Also die Schweiz hat echt zuviele Hobbypolizisten, die alles beobachten und sich wichtig machen. Nur wenn ihr kein eigens Leben habt, keine Hobbys , keine Freude könnt ihr Euch nicht einfach überall einmischen. Dem Hund ist nichts passiert wenn er neben dem Auto rennt. Also haltet euch raus aus fremden Gärten und von Sachen wo Euch nichts angehn. Schöne Ostern

    • Robert am 20.04.2019 16:16 Report Diesen Beitrag melden

      @Dino

      Den Text nicht gelesen oder nicht verstanden? Wer Tieren sowas macht gehört entsprechend verzeigt!

    • Eric am 21.04.2019 19:42 Report Diesen Beitrag melden

      Statt motzen, fragen ob man helfen kann

      Robert, Dino hat alles richtig gelesen! Dem Hund ist nichts passiert. All die Motzer und Hobbypolizisten sollten sich mal fragen, ob es auch möglich ist, dass der/die Besitzerin behindert ist und nur noch wenig & langsam gehen kann. Der Hund ist zudem vielleicht das letzte lebende Wesen das sie liebt. Partner verstorben, Kinder weggezogen usw. Der Hund wäre so sicher froh, könnte er neben dem Auto hertrotten und sein Tempo gehen. Zudem wäre es auch möglich, dass die restliche Zeit jemand anderes mit dem Tier spazieren geht. Hauptsache Motzen, dazu noch Mercedes Fahrer (Neid?). Arme Leute!

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  • Dönergott am 19.04.2019 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wuff wuff

    Ist zwar daneben, aber immer noch besser als die Schweine, die ihre Hunde den ganzen Tag zu Hause lassen. Das Bedürfnis des Tiers wird ja trotzdem gedeckt, auch wenn dieses Verhalten an Faulheit wohl nicht übertroffen werden kann. Den Tierschutz sehe ich hier fehl am Platz. Um die Umwelt mache ich mir dabei mehr Sorgen. Und wenn ein Traktorfahrer zur Abwechslung Warten muss, fährt er das nächste Mal bei der Ausfahrt vielleicht auch auf die Seite.

  • Pete am 19.04.2019 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt schlimmeres

    "421 Füchse, 326 Rehe und 186 Dachse haben im letzten Jahr auf St. Galler Strassen und Schienen ihr Leben verloren. Hinzu kommen sechs Biber." Über obige Meldung regt sich offenbar keiner auf...

    • Georgette am 20.04.2019 08:47 Report Diesen Beitrag melden

      An Peter

      Gerade Rehe rennen in Panik auf die Strassen weil sie vor Hunden flüchten das haben wir selber schon 2 mal erlebt(konnten zum glück noch bremsen)weit weit weg hörten wir die Besitzer rufen und pfeifen.Von einer Besitzerin darauf angesprochen ob sie den Hund doch bitte an die Leine nehmen könnt kam die Antwort der Wald sei für alle da.Das war im Frühling und überall an den Wegen hatte es Schilder SCHONZEIT BITTE HUNDE AN DIE LEINE NEHMEN.

    • Pete am 22.04.2019 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Georgette

      Der Hund lief neben dem Auto her und machte mich Jagd auf Wild ...

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