Hundwil AR

05. August 2015 16:51; Akt: 05.08.2015 17:18 Print

Unglücks-Maschine war ein Eigenbau

Am Mittwochmorgen ist in einem Wald in Hundwil AR eine Kleinmaschine abgestürzt. Zwei Personen kamen dabei ums Leben.

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Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden bestätigt den Absturz eines kleinen Motorflugzeuges in einem Waldstück in Hundwil. Die Meldung um 10.45 Uhr eingegangen.

Gemäss Recherchen von 20 Minuten war das Flugzeug in der Schweiz immatrikuliert. Die Maschine war auf einem Rundflug und ist in Lommis TG gestartet und hätte dort auch wieder landen sollen.

Rega aufgeboten

«Ein Passant hat die Notrufzentrale verständigt, als er ein Flugzeug beobachtet hat, das Probleme in der Luft hatte», teilt die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mit. Kurz darauf sei es dann abgestürzt. Aufgrund der massiven Beschädigungen an Rumpf und Front mussten für die Bergung der Verunfallten die Feuerwehren Herisau und Hundwil aufgeboten werden. Auch ein Rega-Helikopter wurde aufgeboten. Die durch den Rettungsdienst eingeleiteten Reanimationsversuche blieben erfolglos. Bei den beiden Insassen wurde noch am Absturzort der Tod festgestellt.

Schwieriges Gelände

Die Bergung der Propellermaschine ist im Gang, wird aber durch das unwegsame Gelände erschwert. Der Absturzort ist grossräumig abgesperrt.

Offenbar hat das Flugzeug bei seinem Absturz eine Tanne gleich oberhalb der Hauptstrasse ausgerissen. Die Strasse von Hundwil nach Appenzell ist wieder passierbar. Die Hauptstrasse zwischen Hundwil und dem Sonderaukreisel war für rund 90 Minuten gesperrt.

Wie Recherchen von 20 Minuten ergeben haben, war das Flugzeug ein Eigenbau, der im Jahr 2011 gebaut wurde und erst am 8. August 2014 seinen Jungfernflug hatte.

(kko/rar/sda)