St. Gallen

21. September 2015 08:10; Akt: 21.09.2015 10:35 Print

Verein will Töggelen vor dem Aussterben retten

Am Sonntag startete der Verein FunFoosballTeam mit einem Tischfussball-Turnier in die neue Saison. Ihr Ziel: Den Sport wieder bekannter machen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Töggelen, auch Tischfussball genannt, soll wieder florieren. Florian Wahl, seines Zeichens einer der Besten in der Schweiz, setzt sich dafür ein. Am Sonntag nahm er beim ersten Turnier im Rahmen des FunFoosballTeam-Cups im St. Galler O Five Pub teil, wo noch währschafte Töggeli-Kästen herumstehen. «Doch leider hat es immer weniger Töggeli-Kasten in den Lokalen. Hinzu kommt, dass die meisten Jugendlichen heute eher in Clubs gehen und nicht in Pubs, wo es noch am ehesten Tische zum Spielen gibt», so der 16-Jährige.

Dem stimmt auch Michael Sätteli zu, der schon seit seiner Kindheit Tischfussball spielt. Er sieht auch die Elektronik als Konkurrenz zum Tischfussball. «Vor ein paar Jahren hatten man Handy und Computer nicht ständig im Ausgang dabei. Da war der Töggeli-Kasten der ideale Zeitvertreib», so Sätteli.

Töggelen braucht Disziplin

Mike Schrepfer, Präsident des Verein FunFoosballteam, hat ein grosses Ziel: «Mit unserem Verein wollen wir das Töggelen wieder zurück in die Lokale bringen.» Neue Mitglieder seien im Verein jederzeit willkommen. «Wir sind wie eine grosse Familie und der Spass steht bei uns im Vordergrund.»

Einen guten Töggeler macht laut Weltspitzen-Töggeler Wahl vor allem eines aus: Disziplin. «Töggelen lernen kann jeder, aber bis man richtig gut ist, braucht es Zeit und Durchhaltewille.» Entscheidend sei auch der Tisch, an dem gespielt wird. «Die Tische unterscheiden sich in Bauart, im Guss der Figuren und in der Dicke der Stangen, an denen die Spieler befestigt wird. Das alles hat einen Einfluss aufs Spielen.» Falls ein Griff zu feucht ist, wird eine Bandage um den Griff gerollt, damit man nicht ausrutschen kann.

Regeln variieren nach Lokal

Die Regeln des Tischfussballs variieren laut Spieler Kendy Kuhn von Lokal zu Lokal: «In machen Pubs beginnt das Spiel immer beim Verteidiger. In anderen wird nach einem Tor in der Mitte angespielt.» Fluchen, oder mit dem Fuss auf den Boden stampfen sei aber in professionellen Turnieren ein No-Go.

Das Turnier am Sonntag war der das erste der neuen Saison. Das nächste findet am 4. Oktober im Lutzifer-Pub in Arbon statt. Saisonende ist im April.

(mlü)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mirjam Konrad am 21.09.2015 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Töggele

    wir spielen bei uns im Betrieb täglich Kasten ist eigentlich fast immer besetzt und wir haben auch 1mal im Monat ein internes Turnier :)

    einklappen einklappen
  • ande am 21.09.2015 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Töggeli-WM?!

    Es gibt unzählige Turniere, Weltmeisterschaften usw... Man muss sich informieren, dann kann man auch das Regelwerk der offiziellen Turniere übernehmen und ist dann nicht mehr so überrascht ;) Ich finde die Regel in Pubs, dass der 5-er (Mittelfeld) keine Tore erzielen darf, wichtig da sonst nicht wirklich Tischfuball gespielt wird, jedoch zählen die Tore mit den 5-er an den WM's ;)

  • shäni am 21.09.2015 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Regelmässige Turnierspielerin

    Ich spiele regelmässig Turniere. Beinahe jedes Wochenende findet sich ein Turnier, welches man spielen kann. Wohne in Bern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • m.g. am 21.09.2015 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön schön

    Schöne Sache. Ich mag aber die spanischen bzw. galizischen Kasten besser, weil durchdachtere Aufstellung und allgemein bessere Verarbeitung, Eisen und Holz statt Plastik. Wer die kennt, wird bestimmt mit mir einer Meinung sein. =)

  • werner am 21.09.2015 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Nachwuchs

    Ja stellt doch in Asylheimen Töggeli-Kästen auf,das geht auch ohne Deutschkentnisse und Die haben Beschäftigung und Spass und alle Ethnien können spielen.

  • i.n. am 21.09.2015 10:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    erinnerungen werden wach

    da kommen doch erinnerungen an meine jugend hoch. wir standen stundenlang an solchen kaesten. da wir noch gut waren, durften meistend die anderen die einsaetze und bei zu null die getraenke bezahlen.

  • Brigitte-Singapore am 21.09.2015 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aus alt mach neu

    Ich finde es eine tolle Idee um die Leute von ihren Handys loszureissen. Ich denke aber man wird das nur bedingt schaffen. Ich jedenfalls würde auf keinen fall mitmachen, weil ich schon in meiner Jugend eine Katastrophe war. Wenn es jetzt um Billard spielen ginge, wäre ich sofort dabei.

  • shäni am 21.09.2015 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Regelmässige Turnierspielerin

    Ich spiele regelmässig Turniere. Beinahe jedes Wochenende findet sich ein Turnier, welches man spielen kann. Wohne in Bern.