St. Gallen

08. Dezember 2019 16:38; Akt: 08.12.2019 16:58 Print

Verlorener Partygänger löst Polizeieinsatz aus

Am Samstagabend feierte eine St. Galler Studentenverbindung ihr traditionelles Weihnachtsfest. Dabei ging eine Person verloren, was eine dreistündige Suchaktion der Polizei auslöste.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Als ein Leser-Reporter mit seinem Fussballclub am Samstagabend das Weihnachtsessen im Restaurant Unterer Brand feierte, kam er plötzlich ins Staunen: «Gegen neun Uhr kam auf ein Mal ein Grossaufgebot der Polizei vorbei.» Sogar Spürhunde seien dabei gewesen. «Es wurde alles ausgeleuchtet und wir haben überhaupt nicht verstanden, was passiert ist», schildert er.

Umfrage
Bist du Mitglied einer Studentenverbindung?

Als die Mitglieder des Fussballclubs zu Beginn des Abends im Restaurant eingetroffen waren, sei dieses mit rund 120 Leuten schon voll gewesen. «Die Personen waren von einer Studentenverbindung», so der Leser-Reporter. Dabei sei auch Alkohol geflossen: «Einige Leute dort waren betrunken», erzählt er.

Plötzlich fehlt jemand

Ihnen sei daraufhin mitgeteilt worden, dass jemand vermisst wird. «Wir waren schockiert, als wir davon hörten. Unser erster Gedanke war: Hoffentlich ist nichts Schlimmes passiert.» Ihnen sei gesagt worden, dass jemand in den Wald gegangen sei. «Wir hatten alle Angst. Einige sagten, er sei vielleicht die Schlucht hinuntergefallen.»

Ein Mitglied der Studentenverbindung, das beim Fest anwesend war, schildert die Situation gegenüber 20 Minuten: «Wir sind von Teufen in Richtung St. Gallen gewandert und haben im Restaurant Unterer Brand einen Stopp eingelegt.» Dort sei ihnen aufgefallen, dass jemand aus ihrer Gruppe fehle. «Einige befürchteten, das etwas passiert sein könnte, weshalb wir sicherheitshalber die Polizei verständigten», berichtet der 26-Jährige.

Sechs Personen im Einsatz

Wie Dominic Schwarz, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, bestätigt, wurde eine Person im Bereich Teufen oberhalb Bubenrüti als vermisst gemeldet. Daraufhin sei die Polizei für die Suche ausgerückt.

Dass mehrere Kastenwagen vor Ort gewesen seien, dementiert Schwarz aber: «Es handelte sich nicht um einen Grosseinsatz. Es waren sechs Personen der Kantonspolizei AR im Einsatz, davon ein Hundeführer mit seinem Spürhund.» Unterstützung erhielten sie von der Stadtpolizei St. Gallen.

Nach wenigen Stunden im Auto gefunden

Nach einer dreistündigen Suche habe der Spürhund eine Spur aufgenommen und in eine bestimmte Richtung gezogen. Gefunden wurde der Mann schliesslich schlafend in einem Auto: «Es stand einige 100 Meter vom Restaurant entfernt. Der Vermisste war unverletzt», so Schwarz.

«Da es sich nicht um eine vorsätzliche Falschmeldung handelte und der Einsatz der Polizei wichtig war, gibt es für die Beteiligten keine Konsequenzen», erklärt Schwarz.

(del)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Neumann am 08.12.2019 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja

    Kaum drei Schritte ausserhalb der Stadt ist man in SG halt schon tief in der Wildnis, da kann man sich schon schnell verlieren. Wenn alle genügend betrunken gewesen wären, dann wäre die Absenz auch nicht aufgefallen und gemeldet worden. Viel Wirbel um nichts. Was lernen wir daraus? Nächstes Mal mehr und schneller trinken!

  • 8004 am 08.12.2019 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sache gits

    Ende gut alles gut.

  • Michi Holzer am 08.12.2019 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Infantile Gesellschaft

    Unfähig und unselbständig. Zum Glück bin ich damals ausgestiegen. Ein Club von Mamisöhnchen und nur gesauffe

Die neusten Leser-Kommentare

  • 8004 am 08.12.2019 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sache gits

    Ende gut alles gut.

  • Tim am 08.12.2019 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..

    Viel Rauch um nichts ... Hauptsache die Medien sind wieder einmal mehr über eine (zum Glück) Lapalie informiert worden ...

  • Tom Hump am 08.12.2019 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig anrufen. Bei kalten Temperaturen sind alle, aber insbesondere angetrunkene, einem Erfrierungsrisiko ausgesetzt. Danke an die Polizei, unser Freund und Helfer!

  • Hildi am 08.12.2019 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber einmal zuviel

    Abgesehen davon ist es kalt. Man kann auch besoffen in einem Auto erfrieren.

  • Noteen am 08.12.2019 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Kamaraden

    Und nun ist er den Führerschein los.