Tierseuche in Graubünden

15. August 2019 04:47; Akt: 15.08.2019 04:47 Print

Vor dem Tod kommt es zu Blutungen und Krämpfen

Eine akute Viruserkrankung führt in Graubünden momentan dazu, dass Kaninchen seuchenartig sterben. Der Virus wird durch Sekrete, Kot oder Harn verbreitet.

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Bereits Anfang Juni 2019 wurden vereinzelte Fälle von der viralen hämorrhagischen Krankheit (VHK) bei Hauskaninchen in der Gemeinde Schuls GR festgestellt. Tierärzte, Zuchtverbände und Kaninchenhalter der Region wurden deshalb zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, worauf sich die Lage beruhigte. In den letzten Tagen wurden neue Fälle aus dem Puschlav gemeldet. Mehrere Tiere aus verschiedenen Haltungen sind bereits eingegangen. Aktuell wird dort versucht, die Krankheit mittels einer Impfung einzudämmen.

Charakteristisch für die VHK ist der oft tödliche Verlauf. Krankheitsanzeichen können sein: Teilnahmslosigkeit, Fieber, Atemnot, Koordinationsstörungen und Zittern. Kurz vor dem Tod treten Krämpfe und Blutungen aus der Nase auf. Das Virus selbst kann nur am toten Kaninchen nachgewiesen werden und wird durch direkten Kontakt von Tier zu Tier übertragen. Allerdings kann es auch indirekt durch virushaltige Sekrete, Kot oder Harn verbreitet werden. VHK darf nicht mit der Hasenpest verwechselt werden.

So schützt man eine Kaninchenhaltung

Werden solche Anzeichen bei eigenen Kaninchen festgestellt, sollten sich die Tierhalterinnen oder Tierhalter umgehend an ihren Tierarzt wenden. Das Virus selbst kann nur am toten Kaninchen nachgewiesen werden. Deshalb ist es wichtig, auch bereits verstorbene Tiere dem Tierarzt für eine Sektion zu übergeben. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion nach einem Seuchenfall ist unerlässlich.

Gegen die VKH gibt es einen Impfstoff. Dieser ist in der Schweiz zugelassen und wird als Notfallmassnahme in verseuchten Gebieten eingesetzt. Die Impfung ist aber auch zur Vorbeugung in Beständen mit Ausstellungstieren empfohlen. Für Ausstellungen mit Kaninchen im Kanton Graubünden gilt ab sofort eine Impfpflicht.

(mwa)