Zugunglück in Tiefencastel

15. August 2014 15:45; Akt: 15.08.2014 18:40 Print

Waggon steht auf den Gleisen

Die Bergung aller Waggons nach dem Zugunglück ist vollbracht. Am Freitag konnte der vorderste Wagen aus dem Steilhang gezogen und auf die Gleise gehievt werden.

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Die Bergungs- und Räumungsarbeiten auf der Unfallstelle konnten am Abend des 15. August planmässig abgeschlossen werden. Die Bergung des letzten Wagens stellte eine grosse Herausforderung dar, verlief jedoch ohne Zwischenfälle. Alle Wagen der Rhätischen Bahn, bis auf den vordersten, der vom Gleis in den Hang stürzte, konnten geborgen werden. Der 17 Tonnen schwere abgestürzte Wagen 1 konnte den Hang heraufgezogen und parallel zum Gleis aufgestellt werden. Als nächsten und letzten Schritt konnte er auf die Schienen gehievt werden. Für die Bergung stand ein Schienenkran zur Verfügung. An dieser Stelle kam es zum Erdrutsch. Einen Tag nachdem bei Tiefencastel GR am Mittwoch, 13. August, ein Zug entgleist war, gab die Bündner Staatsanwaltschaft bekannt, dass eine Untersuchung zur Klärung der Unfallursache eingeleitet worden sei. Die Regierung lobte die Einsatzkräfte für ihren «effizienten Einsatz». Die Bergung und Versorgung der Verletzten und die Evakuierung und Betreuung der weiteren Bahnreisenden seien vorbildlich gewesen. Bei Tiefencastel GR entgleiste am Mittwoch, 13. August, ein Zug. Die Bahn wurde von einem Erdrutsch erfasst. «Der Zug machte eine Notbremsung aus dem Nichts», sagte ein Leser-Reporter zu 20 Minuten. Wie am seidenen Faden: Ein Waggon wurde nur von einigen Bäumen gehalten. Den Rettern bot sich an der Unglücksstelle ein schreckliches Bild. Insgesamt gab es elf Verletzte, fünf davon schwer. Wie die Polizei mitteilte, waren unter den Schwerverletzten vier Schweizer und ein Japaner. Am 15. August befanden sich noch immer sechs Personen im Spital. Zum Glück wurde keine von ihnen lebensgefährlich verletzt. Verletzte mussten zum Teil von der Rega geborgen werden. Daneben flogen die Helikopter auch Rettungskräfte und Bergungsmaterial vom Unglücksort zum Umladeplatz. Im Einsatz standen Rettungskräfte der Feuerwehr, der Alpinen Rettung, das Careteam Grischun und die Kantonspolizei Graubünden. Die Rettungskräfte im Einsatz. Die Rega stand insgesamt mit vier Helikoptern im Einsatz. Die Unglücksstelle war nur schwer zugänglich.

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Die Räumungsarbeiten auf der Unfallstelle, wo am Mittwoch ein Zug der Rhätischen Bahn (RhB) auf einen Erdrutsch aufgefahren und entgleist war, konnten planmässig abgeschlossen werden. Alle Waggons konnten geborgen werden und in die RhB-Hauptwerkstätten in Landquart gebracht werden, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

Die Bergung des letzten Wagens sei eine grosse Herausforderung gewesen, sei jedoch ohne Zwischenfälle verlaufen. Der Waggon wurde den Hang heraufgezogen, parallel zum Bahntrassee aufgestellt und im Verlaufe des Abends auf die Schienen gehievt, wie die Verantwortlichen der RhB mitteilen.

Die Strecke Thusis–Tiefencastel ist ab Samstag, 16. August, ab Betriebsbeginn wieder offen. Ab diesem Zeitpunkt würden alle Züge gemäss Fahrplan verkehren. Von den elf Verletzten befinden sich noch sechs im Spital. Keiner von ihnen ist lebensgefährlich verletzt.

(saw)