St. Gallen

07. April 2019 17:45; Akt: 08.04.2019 12:10 Print

Warum ein Dieb schuld ist an 33 Zugsverspätungen

Nach einem Ladendiebstahl in St. Gallen flüchtete ein Dieb in den Rosenbergtunnel und versteckte sich dort. Nun wurde er mittels Strafbefehl verurteilt.

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Der heute 25-jährige Ladendieb flüchtete am 22. Januar diese Jahres nach einem Diebstahl im Avec-Shop beim Bahnhof St. Gallen in Richtung Marktplatz. Die ausgerückte Patrouille der Stadtpolizei entdeckte ihn bei der Poststrasse. Als er die Polizei sah, sprang der Mann über die dort befindliche Stützmauer etwa zweieinhalb Meter auf die Gleise hinunter.

Danach setzte er seine Flucht in Richtung Bahnhof St. Fiden durch den Eisenbahntunnel fort. Nach etwa 1,1 Kilometern Flucht legte er sich in eine unbeleuchtete Nische auf den Boden und verharrte dort. Lange unentdeckt blieb er jedoch nicht.

Schaden für SBB

Wie es damals in einer Mitteilung der Stadtpolizei St. Gallen hiess, sicherten Patrouillen beide Zugänge zum Tunnel. Die Chance zu entkommen, war für den Dieb also gering. Anschliessend bestiegen die Polizisten einen Güterzug, mit dem der Tunnel langsam befahren und ausgeleuchtet werden konnte. So konnten sie den flüchtigen Dieb schliesslich stellen und festnehmen.

Wie es im Strafbefehl heisst, handelte der Beschuldigte fahrlässig und störte den Eisenbahnverkehr. Dieser musste nämlich im Bereich des Rosenbergtunnels während der Intervention unterbrochen werden. Der Betriebsunterbruch verursachte 33 Zugsverspätungen. Für die SBB entstand gemäss Strafbefehl ein Schaden in Höhe von insgesamt 2742 Franken.

Nun wurde der Mann mittels Strafbefehl, der dieser Tage rechtskräftig wurde, verurteilt. Dies zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 30 Franken. Hinzu kommt eine Busse in Höhe von 150 Franken und die Kosten des Verfahrens. Für den Diebstahl musste er sich separat verantworten.


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