Flumserberg

24. Februar 2020 16:50; Akt: 24.02.2020 16:50 Print

Wölfe streifen am frühen Morgen über Skipisten

Ein Leser-Reporter hat am Montagmorgen im Skigebiet Flumserberg zwei Wölfe gefilmt. Das zuständige Jagdamt weiss Bescheid. Dagegen unternommen wird nichts.

Im Skigebiet Flumserberg hat ein Leser-Reporter zwei Wölfe gesichtet. Die Tiere sind über die Pisten gestreift. (Video: Leser-Reporter)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Im Video des Leser-Reporters laufen zwei Wölfe gemütlich über die Skipiste. Es wirkt, als wären die Raubtiere auf der Skipiste heimisch und täten dies regelmässig. Dominik Thiel, der Leiter des St. Galler Amtes für Natur, Jagd und Fischerei, sagt: «Die beiden Wölfe sind schon seit rund einem Jahr in der Gegend. Sie bewegen sich zwischen Murg- und Weisstannental.»

Umfrage
Hast du auch schon einen Wolf in der Zivilisation gesehen?

Es sei nicht bekannt von welchem Rudel die Wölfe stammten und wie sie zueinander stünden. Es könne aber sein, dass die Tiere in der Region eine Familie gründen wollten. «Als Problem nehmen wir die Wölfe nicht wahr. Sie verhalten sich korrekt», so Thiel. Es sei allerdings auch schon vorgekommen, dass sie Nutztiere gerissen hätten.

Keine Sorgenfalten beim Jagdamt

Über die Sichtung auf der Skipiste ist Thiel nicht überrascht. Es sei üblich, dass die Wölfe auch am Tag unterwegs sind. Beängstigend fände er es, wenn die Sichtung später gewesen wäre, bereits viele Leute am Skifahren gewesen wären. Aber am Morgen, wenn der Betrieb erst anfange, sei das nicht tragisch. Er vergleicht den Wolf mit anderen Wildtieren, etwa einem Hirsch, den könne man ja auch tagsüber beobachten.

Heinrich Michel, der Geschäftsführer der Bergbahnen Flumserberg AG, sagt: «Uns war bekannt, dass es in der Umgebung Wölfe hat. Zwei Wölfe auf unseren Pisten, das ist für uns aber schon aussergewöhnlich.» Man sei nicht beunruhigt, hätte auf diese Art von Aufmerksamkeit jedoch verzichten können. Als man davon erfahren habe, habe man umgehend den Wildhüter informiert. «Er und das zuständige Amt haben uns versichert, dass es keinen Grund zur Sorge gibt», so Michel.

Nicht die ersten Wölfe auf einer Skipiste

Bereits im Januar wurde mitten auf der Skipiste ein Wolf gesichtet. Damals im Skigebiet Obersaxen Mundaun GR. Auch dort häuften sich die Wolfssichtungen. Rund um Obersaxen äusserten einige Leute Bedenken. Der zuständige Wildhüter Adrian Arquint sagte: «Es ist nicht gut, wenn sich Wölfe zu sehr an den Menschen gewöhnen.» Mit Vergrämungsaktionen versucht die Bündner Wildhut, den Wölfen Respekt einzuflössen, damit sie sich fern von Menschen halten.

Solche Massnahmen seien in St. Gallen derzeit nicht nötig, meint Amtsleiter Dominik Thiel. Die beiden Wölfe hätten bisher keine Anzeichen geliefert, dass sie sich an den Menschen gewöhnt hätten.

(mig)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sascha am 24.02.2020 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschön

    Also für alle Unwissenden hier, der Wolf wird mehr Angst von euch haben als ihr von ihm. Wunderschönes majestätisches Tier. Vom Sozialverhalten können wir uns Menschen vom Wolf eine grosse Scheibe abschneiden.

    einklappen einklappen
  • angelina am 24.02.2020 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    rudel

    das sollte wirklich kein aufschrei geben...respekt und information ist das wichtigste! ein zusammenleben sollte möglich sein...

    einklappen einklappen
  • Emilia Mitteracher am 24.02.2020 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wölfe seid willkommen...

    Toll, sind Wölfe bei uns unterwegs :). Die Tiere haben mehr Angst vor uns Menschen als wir vor ihnen... BITTE LASST DIESE WÖLFE LEBEN!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruni am 25.02.2020 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Braucht man nicht

    Weg damit !

  • Jochen am 24.02.2020 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Leckerer Zvieri

    Und wenn die Wölfe halt einen Zvieri in Form eines Kaninchen, eines Schafes, einer Ziege oder sonstigen Tieres beim Landwirt schnappt, darf man ihnen nicht die Schuld zuschieben. Schuld ist der, der die Türe offenhält.

  • Urs L am 24.02.2020 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Wolf

    Der Wolf gehört zum Ökosystem wie der Hase, das Reh, der Fuchs und alle anderen Tiere. Super dass es auch in der CH wieder mehr Wölfe gibt. Übrigens ........ das gefährlichste Lebewesen ist und bleibt der Mensch.

  • Biologe am 24.02.2020 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Geschwächte Beutetiere in Skigebieten

    Gerade in Skigebieten sind Wildtiere durch die Störung durch die Wintersportler geschwächt und somit leichtere Beute für den Wolf. Die Skifahrer sind schuld am Tierleid und ziehen auch noch die Wölfe an. Das will aber von den Naturliebhabern, Naturverbundenen Sportlern, skifahrenden Tierliebhabern und anderen Heuchlern niemand hören. Am Schluss hetzt man dann noch gegen die Jäger die den Auftrag der Behörde ausführen obwohl sie das gar nicht wollen.

  • Marco Stocker am 24.02.2020 21:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Was soll denn bitteschön unternommen werden? Sollen die Wölfe abgeschossen werden? Ich sage nur eins Respekt gegenüber der Natur und derer Lebewesen und gut ist diese Tiere haben mehr Angst vor uns als wir vor Ihnen