Oberbüren SG

12. August 2019 13:38; Akt: 12.08.2019 18:46 Print

Was geschah im Auto vor dem Horror-Unfall?

Auf der A1 zwischen Uzwil und Gossau kam es am Sonntag zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten. Die Polizei sucht Zeugen, um den genauen Unfallhergang zu klären.

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Am Sonntag kurz nach 17.20 Uhr hat sich auf der Autobahn A1 zwischen Uzwil und Gossau, im Bürerstich, ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Wie Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, gegenüber 20 Minuten sagt, waren die Einsatzkräfte noch bis Mitternacht im Einsatz.

Der genaue Unfallhergang ist noch nicht geklärt. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen, die das Fahrverhalten des schwarzen Renaults mit französischen Kontrollschildern beurteilen können. Es stellt sich die Frage, ob Auffälligkeiten im Fahrverhalten ausgemacht werden konnten. Personen, die Angaben dazu machen können, werden gebeten, sich beim Polizeistützpunkt Oberbüren, 058 229 81 00, zu melden.

Zwei Tote

Gemäss bisherigen Erkenntnissen der Kantonspolizei St. Gallen hatte ein 52-jähriger Mann mit seinem ehemaligen Militärfahrzeug, das jetzt zivil eingelöst ist, Motorenprobleme und dürfte sich auf dem Pannenstreifen befunden haben.

Gleichzeitig fuhr ein 22-jähriger Autofahrer mit seinem Auto auf der Autobahn A1 Richtung St. Gallen. Aus bislang unbekannten Gründen geriet das Auto kontinuierlich auf den Pannenstreifen und prallte gegen das Pannenfahrzeug. Durch die Wucht der Kollision wurde das Pannenfahrzeug aufs Dach geschleudert. Der 52-Jährige wurde dabei unbestimmt verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Er werde das Spital voraussichtlich schon bald verlassen können, heisst es am Montag in einer Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen.

Das in Frankreich immatrikulierte Auto war mit fünf Personen besetzt. Der 22-jährige Autofahrer wurde schwer verletzt. Eine 21-jährige Mitfahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt und musste notoperiert werden. Ihr Zustand ist nach wie vor kritisch. Ein 61-jähriger Mann erlitt diverse Knochenverletzungen und wird im Verlauf des heutigen Tages operiert. Für zwei Frauen im Alter von 58 und 88 Jahren kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarben noch an der Unfallstelle. Alle Insassen im Auto sind französische Staatsangehörige.

Grossaufgebot vor Ort

Der Unfall hatte ein Grossaufgebot von Rettungskräften zur Folge. Im Einsatz standen neben mehreren Patrouillen und Spezialisten der Kantonspolizei St.Gallen zwei Notärzte, drei Rettungsteams, zwei Rettungshelikopter der Rega und der AP3-Luftrettung, 25 Feuerwehrangehörige der örtlichen Feuerwehren, die Staatsanwaltschaft, der Nationalstrassenunterhalt und Abschleppunternehmer sowie der Amtsarzt.

Bereits im April war es zwischen Uzwil und Gossau zu einem schweren Unfall mit einem Toten gekommen. Ein Autofahrer hatte ebenfalls bei Oberbüren einen Pannenhelfer und den Fahrer eines Kleinbusses angefahren, die auf dem Pannenstreifen einen Reifenschaden beheben wollten. Der 24-jährige Pannenhelfer erlag später seinen schweren Verletzungen.

(20M)