Von Tierschützern gerettet

15. April 2018 07:40; Akt: 15.04.2018 11:16 Print

Zirkusbär Silva zieht nach Arosa

Im Sommer wird das Bärenland Arosa eröffnet, nun steht der erste Bewohner fest: ein elfjähriger ehemaliger Zirkusbär aus Serbien.

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Im Sommer wird das Bärenland Arosa eröffnet. Jetzt steht fest, wer als erster dort einziehen wird: Ein elfjähriger ehemaliger Zirkusbär aus Serbien. Das berichtet die «SonntagsZeitung». Der Bär ist eine Mischung aus Braun- und Eisbär. Der exotische Gen-Mix wird auch Cappuccino-Bär genannt.

Im Oktober 2016 wurde das Tier im inzwischen geschlossenen serbischen Zirkus Corona von den Behörden und Tierschützern von Vier Pfoten konfisziert, zusammen mit zwei Braunbären. Der künftige Arosa-Bär habe «unter schrecklichen Verhältnissen» gelebt, sagt Carsten Hertwig, Bärenexperte bei Vier Pfoten und Vizepräsident der Stiftung Arosa Bären. «Wir fanden ihn und die zwei Braunbären in winzigen, verrosteten und vermüllten Metallkäfigen, Regen und Sonne schutzlos ausgeliefert.»

Umzug voraussichtlich im Juli

Der Mischling kam in den Zoo der serbischen Stadt Palic, wo er seither lebt. Die Tierpfleger nennen in Silva, seinen offiziellen Namen erhält er aber erst, wenn er in die Schweiz übersiedelt. «Als er zu uns kam, war er total verängstigt», sagt Kristijan Ovari, Zoologe im Zoo Palic. Sein Gesundheitszustand sei schlecht gewesen. «Ein Teil seiner Zunge fehlte, ein Zahn war abgebrochen.» Ein Teil des Kiefers scheint stark beschädigt zu sein.

Silva sei «ein freundlicher Riese», neugierig und sehr gefrässig. Er bringt derzeit 350 Kilo auf die Waage. Mischling Silva sei grösser als ein normaler Braunbär, im Winter verhalte er sich wie ein richtiger Eisbär, sagt Ovari, «er wird zum Fleischfresser» . Im Sommer dagegen kriege er von Früchten nicht genug. Dass sich Braun- und Eisbären paaren, komme in der Natur selten vor, «weil sie komplett andere Lebensräume haben». Aber in Gefangenschaft sei das durchaus möglich, «ähnlich wie Paarungen zwischen Löwen und Tigern», sagt Ovari. Voraussichtlich im Juli wird der Bär von Palic im äussersten Norden Serbiens nach Arosa übersiedeln

(scl)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tierfreundin G.K. am 15.04.2018 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Ich wünsche Silva und allen anderen Bären noch einen schönen und würdevoller Lebensabschnitt und danke den Tierschützer für ihre tolle Arbeit. Ich werde das Bärenland in Arosa auf jedenfall besuchen.

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  • Jamila am 15.04.2018 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Silva

    Herzlich Willkommen in der schönen Schweiz du wunderschönes Geschöpf. <3 bears

  • Wilhelm Tell am 15.04.2018 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute Silvan

    Wunderschöne Meldung ! Alles liebe und Gute Silvan! Und grosses Dankeschön an 4 Pfoten! Silvan, wir kommen Dich einmal besuchen. Freue mich darauf, Dich zu sehen! Gruss von einer grossen Bärenfreundin

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hulk am 15.04.2018 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum

    Hat es hier ein paar Leute wo den Daumen nach unten drückt?! Seit Ihr keine Tierfreunde? Kann euch nicht verstehen !!! Dann liest nicht diesen Artikel.

  • Chris am 15.04.2018 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    Der Bär kommt wort wörtlich ins Bärenparadies ! Wünsche Ihm noch paar lange schöne Jahre wo er in Ruhe kann Leben. DANKE für die Rettung !!!!

  • Frau52 am 15.04.2018 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    3 Hektaren Freiheit

    Einmal mehr ein positiver Bericht, von denen es leider viel zu wenige gibt. Dem speziellen Bär Silva wünsche ich alles Gute in seiner neuer Heimat im Bärenpark Arosa. Möge es ihm und seinen Kollegen, dort alle Zeit gut gehen, mögen sie die neu gewonnene Freiheit auf 3 Hektaren, in vollen Zügen geniessen. Schön gibt es Menschen, die ihre Zeit dem Wohl der Tiere widmen und solche Missstände in der Haltung aufdecken und etwas verändern.

    • Alpenbartli am 15.04.2018 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Frau52

      Sie wissen aber schon, wie viel Platz ein Bär in der Freiheit braucht. Der Bär bleibt eingesperrt und kann sich nicht natürlich bewegen. Er bleibt ein Zirkusbär für die Menschen. Das Ganze ist ein schlaues Businessmodell, um mit Jö-Geschichten den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und alle fallen drauf rein,

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  • Tierfreundin am 15.04.2018 14:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Alles erdenklich Gute an die Bären! Das Wohl der Bären liegt mir besonders am Herzen seit ich vor 15 Jahren das erste Mal vom grausamen Schicksal der in den Bärengallenfarmen in China und Vietnam gefangen gehaltenen Mondbären gehört habe. Herzlichen Dank an 4 Pfoten und Animals Asia!!!

  • Lilian am 15.04.2018 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Hoher Preis

    Der Risikobär M13 ist am Dienstagmorgen im Puschlav abgeschossen worden, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Der Entscheid, den Bären zu erlegen, sei gestützt auf das Konzept Bär Schweiz gefällt worden. Der Bär hatte sich zwar nie aggressiv gegenüber Menschen verhalten. Jedoch schätzten die Behörden das Risiko eines Unfalls, bei dem ein Mensch ernstlich verletzt oder gar getötet wird, als unverantwortbar gross ein.