St. Gallen

21. September 2011 22:49; Akt: 21.09.2011 20:53 Print

Zürcher wollen Beiträge für Kulturgänger

von Ilda Özalp - Zürich will Geld von St. Gallen und Thurgau für sein kulturelles Angebot. Ostschweizer Politiker sind skeptisch.

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Zürich will von St. Gallen und Thurgau einen Kulturlastenausgleich. (Bild: Keystone)

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«Ich werde das Gespräch mit meinen Ostschweizer Regierungskollegen suchen», sagte am Mittwoch der Zürcher Regierungsrat Martin Graf gegenüber Radio DRS. Er möchte seine Amtskollegen aus den Kantonen St. Gallen und Thurgau dazu bewegen, einen Kulturlastenausgleich an Zürich zu zahlen, weil Kulturangebote wie etwa Opernhaus oder Tonhalle auch Ostschweizer Besucher verzeichneten.

Der Thurgauer SVP-Kantonsrat Walter Marty hält nicht viel von der Forderung und würde bei einem entsprechenden Vorstoss im Parlament nein stimmen. «Wir Thurgauer verlangen ja auch nichts für unsere Freizeitaktivitäten», so Marty. Dem Anliegen steht auch Marc Mächler, Kantonsrat und Kantonalpräsident der St. Galler FDP, «relativ skeptisch gegenüber». Der Kanton Zürich müsse fundierte Zahlen liefern über die Besucherströme, danach müsse eine saubere Analyse stattfinden, so Mächler. Ähnlich argumentiert Dario Sulzer, politischer Sekretär der St. Galler SP: «Der Kanton Zürich muss rechnerisch begründen können, dass die Ostschweizer Kantone von kulturellen Angeboten profitieren.» Gleichzeitig jedoch fordert er, dass man das Anliegen nicht aus Prinzip ablehnen solle.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Notker am 22.09.2011 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Verhandlungsstrategie

    Die Kulturkonsumenten sollen selber bezahlen. Notfalls sollten TG und SG Gegenforderungen stellen und im Falle von Zahlungen Mitspracherecht beim Kulturbudget verlangen.

  • Leser am 22.09.2011 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Kommentare schreiben ist sinnlos

    Da standen doch vor ein paar Minuten noch Kommentare - und nun sind sie schon gelöscht.

  • Susanne am 23.09.2011 05:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verursacherprinzip

    Das Problem wäre inexistent, wenn für sogenannte Kulturangebote den Kunden realistische Preise verrechnet würden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Susanne am 23.09.2011 05:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verursacherprinzip

    Das Problem wäre inexistent, wenn für sogenannte Kulturangebote den Kunden realistische Preise verrechnet würden.

  • Leser am 22.09.2011 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Kommentare schreiben ist sinnlos

    Da standen doch vor ein paar Minuten noch Kommentare - und nun sind sie schon gelöscht.

  • Notker am 22.09.2011 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Verhandlungsstrategie

    Die Kulturkonsumenten sollen selber bezahlen. Notfalls sollten TG und SG Gegenforderungen stellen und im Falle von Zahlungen Mitspracherecht beim Kulturbudget verlangen.