Wildwechsel

21. Mai 2019 17:43; Akt: 21.05.2019 17:43 Print

Zwei Rehe auf der Autobahn A1 erschossen

Am Dienstagmittag haben sich zwei Rehe zwischen Wildhag und Autobahn auf der A1 in Richtung Zürich verirrt. Da die Tiere nicht vertrieben werden konnten, mussten sie erlegt werden.

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Zwei Rehe hielten sich am Dienstag gegen 13 Uhr neben der Fahrbahn bei der A1 von Wil in Richtung Zürich auf. «Die Kantonspolizei hat daraufhin die Normalspur gesperrt und das Tempo reduziert», sagt Daniel Meili, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau. Wie FM1Today berichtet, standen die Autofahrer bis zu 30 Minuten im Stau.

Zuerst habe man versucht, die Rehe wegzulocken. Dies habe aber nicht funktioniert. «Da die Tiere dort jederzeit vor ein Fahrzeug rennen konnten, haben wir einen Wildhüter aufgeboten», so Meili. Gemeinsam habe man dann die Rehe erlegt.

Manchmal gibt es auch ein Happy End

Dass Rehe in die Nähe der Autobahn gelangen, scheint derzeit keine Seltenheit zu sein. Erst kürzlich irrten zwei Rehböcke auf der Autobahn A13 zwischen Sennwald und Haag herum. Um die Sicherheit zu gewährleisten, musste die Autobahn gesperrt und die Tiere erlegt werden.

Doch manchmal gibt es auch ein Happy End. So im Falle eines scheuen Rehs, das am Karfreitag innerhalb des Wildzauns auf der Böschung neben der Autobahn bei Wängi TG unterwegs war. Man habe deshalb zwei Patrouillen vor Ort geschickt, um das Tier wieder aus der Gefahrenzone zu bringen. Doch einfach war das Ganze nicht: «Die Rettung wurde zu einer längeren Geduldsprobe», so die Polizei. Erst nach längerer Überzeugungsarbeit habe das Tier letztendlich eingesehen, dass die Autobahn kein schlauer Spielplatz sei und entwischte durch ein geöffnetes Tor wieder zurück in die Freiheit. Insgesamt habe die Rettungsmission rund eine Stunde in Anspruch genommen.

Hier sieht man, wie das Reh zurück in die Freiheit rennt. (Video: Kapo TG)

(juu)