Prügelattacken in Rapperswil SG

17. März 2011 22:40; Akt: 17.03.2011 22:03 Print

Zwei Täter gingen der Polizei ins Netz

von Zora Schaad - Zwei brutale Prügelattacken in Rapperswil und Baden haben mehrere Opfer gefordert. In beiden Fällen konnten die Täter nun gefasst werden.

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Der Schläger, der am 10. März in der S5 kurz vor Rapperswil den 38-jährigen Deutschen K. W.* brutal verprügelt hatte, konnte von der Polizei gefasst werden. «Der Täter, ein 23-jähriger Chinese, ist schon am Vorabend der Tat negativ aufgefallen und kontrolliert worden. Da er noch immer den gleichen roten Pullover trug, konnte er anhand der Täterbeschreibung rasch ermittelt werden», sagt Hans Peter Eugster von der Kapo St. Gallen. In Begleitung seiner zwei nun ebenfalls identifizierten Kollegen hatte der Täter K. W. auf dem Arbeitsweg angefallen, nachdem dieser das alkoholisierte Trio gebeten hatte, etwas leiser zu sein. Mit Prellungen und einer Hirnerschütterung wurde das Opfer nach der Tat ins Spital gebracht. 20 Minuten informierte K. W. über die Festnahme seines Peinigers: «Ich bin unglaublich erleichtert. Noch immer bin ich krankgeschrieben. Viel schlimmer als die körperlichen Verletzungen sind die psychischen Wunden und die erlebte Hilflosigkeit, weil mir kein Passagier zu Hilfe gekommen ist.» Um über die brutale Tat hinwegzukommen, wird K. W. psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen.

Auch die sechs Männer – drei Schweizer, ein Türke, ein Serbe und ein Deutscher zwischen 18 und 22 Jahren –, die Ende Februar in Baden zwei Passanten verprügelt hatten, gingen der Polizei ins Netz. Die Veröffentlichung von Bildern einer Überwachungskamera hatte zur Festnahme geführt.

*Name der Redaktion bekannt

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Basti Köhn am 18.03.2011 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Sicherheit im Zug? WO?

    Ich bin selbst verprügelt worden mit meiner Freundin! Der Zug war voll besetzt und die 4 Jugendlichen haben erst von uns abgelassen als ich mit Ihr bei der nächsten Haltestelle flüchten konnte. Für meinen Teil werde ich ich immer Courage zeigen wenn jemand in Not ist... Ich hätte es selbst gut gebrauchen können! Ich konnte mir sogar schon Kommentare vom Polizisten anhören, der sagte: um die Uhrzeit würde ich auch nicht mit meiner Frau im Zug fahren... Da frag ich mich ehrlich, muss ich jetzt Rücksicht nehmen auf potenzielle Schläger und lieber mit dem Taxi fahren?

  • Klaus Rechsteiner am 18.03.2011 07:05 Report Diesen Beitrag melden

    und vermutlich schon wieder frei

    und vermutlich sind sie schon wieder frei und es wird ihnen nicht viel passieren.

  • J Tell am 22.03.2011 01:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Rücksicht

    mir selber ist noch nie was passiert , aber mit grosser Wahrscheinlichkeit wurde ich brutal zurückschlagen ohne Rücksicht auf Verluste .

Die neusten Leser-Kommentare

  • J Tell am 22.03.2011 01:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Rücksicht

    mir selber ist noch nie was passiert , aber mit grosser Wahrscheinlichkeit wurde ich brutal zurückschlagen ohne Rücksicht auf Verluste .

  • Basti Köhn am 18.03.2011 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Sicherheit im Zug? WO?

    Ich bin selbst verprügelt worden mit meiner Freundin! Der Zug war voll besetzt und die 4 Jugendlichen haben erst von uns abgelassen als ich mit Ihr bei der nächsten Haltestelle flüchten konnte. Für meinen Teil werde ich ich immer Courage zeigen wenn jemand in Not ist... Ich hätte es selbst gut gebrauchen können! Ich konnte mir sogar schon Kommentare vom Polizisten anhören, der sagte: um die Uhrzeit würde ich auch nicht mit meiner Frau im Zug fahren... Da frag ich mich ehrlich, muss ich jetzt Rücksicht nehmen auf potenzielle Schläger und lieber mit dem Taxi fahren?

  • Michael Meienhofer am 18.03.2011 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Alkohol, ein Verminderungsgrund ?

    Früher argumentierte man öfters, die Jugendzeit des Täters wäre schlecht gewesen. Bevor einer Alkohol zu sich nimm ist er aber auch zu 100% Zurechnungsfähig.Nur weil der Staat daran Verdient sollen die Täter besser davonkommen? Absoluter Schwachsinn, da sollten solche Täter anschliesend noch eine Entziehungskur machen, Alkoholsteuer hin oder her!

  • Bruno Hochuli am 18.03.2011 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Mut fehlt überall

    Ein Armutszeugnis für die nichtstuenden Zuschauer. Früher hatten die Männer und auch Frauen noch Mut zum handeln. Dabei wäre ein geschlossenes, gemeinsames eingreifen Gold wert und würde abschreckend wirken.

    • Passant am 19.03.2011 12:16 Report Diesen Beitrag melden

      Da ist aber auch die Politik mitschuld

      Wenn es möglich ist, dass ein Helfer anschliessend mal vor dem Richter antraben muss um festzustellen ob sein Einsatz "angemessen" war oder ob er nicht doch noch betraft werden soll, dann hat mancher schlicht keine Lust zu helfen. Früher hat es auch gereicht den Lümmeln klar zu machen, dass man die Polizei holt und schon waren die über alle Berge. Heute kratzt sie das nicht weil viel mehr als ein halbes Jahr bedingt droht ja ohnehin nicht und der Helfer wird gleich mit verprügelt.

    einklappen einklappen
  • Klaus Rechsteiner am 18.03.2011 07:05 Report Diesen Beitrag melden

    und vermutlich schon wieder frei

    und vermutlich sind sie schon wieder frei und es wird ihnen nicht viel passieren.