Aufforderung im Zug

30. März 2017 17:37; Akt: 30.03.2017 17:37 Print

«Rekruten, gebt euren Platz für andere frei!»

Eine Durchsage forderte eine Gruppe von Rekruten im Zug von Genf nach Bern auf, anderen Passagieren Platz zu machen. Ein Mitreisender findet das inakzeptabel.

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Im Zug von Genf nach Bern wurden Rekruten am Montag aufgefordert, ihre Sitzplätze freizugeben. (Symbolbild). (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

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Am vergangenen Montagmorgen war ein Zug von Genf nach Bern überfüllt. Via Durchsage forderte ein Zugkondukteur Mitarbeitende der SBB sowie Rekruten auf, ihren Platz anderen Mitreisenden freizugeben. Sogar ein Offizier, der in der ersten Klasse sass, soll gebeten worden sein, aufzustehen.

Simon, ein Waadtländer Informatiker, der ebenfalls im Zug sass, findet das Verhalten daneben: «Das ist inakzeptabel und unwürdig. Die Rekruten wurden behandelt, als wären sie Schwarzfahrer.» Er machte daraufhin seinem Unmut auf der Facebook-Seite der SBB Luft. Auch auf seinem eigenen Profil fragte er sich, warum jene, die ihre Zeit dem Schutz der Bevölkerung widmen, auch noch ihren Platz im Zug freigeben sollen.

Keine spezielle Regelung

«Ich hätte nichts dagegen, wenn man seinen Sitzplatz für Senioren, Schwangere oder Leute mit Handicap weitergibt», so Simon. Das sei aber am Montag nicht der Fall gewesen.

Es gebe keine fixe Regelung für SBB-Mitarbeitende in einem solchen Fall, sagt SBB-Sprecher Jean-Philippe Schmidt. «Ich denke, dass der Kondukteur dachte, dass es für die jungen gesunden Rekruten während der 20-minütigen Fahrt kein Problem sei zu stehen.»

(duf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susanne am 30.03.2017 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Klar nein

    Rekruten sind nicht Menschen zweiter klasse.

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  • Anthony am 30.03.2017 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Handeln

    Finde ich auch fragwürdig. Zeigt mir, dass wir bei der SBB den Rotstift ansetzen müssen - dort gerade im Management und bei den unnötigen Beratern! Kostet nur Geld ohne Gegenleistung.

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  • F S am 30.03.2017 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Extrawagons

    Die Rekruten haben genau so recht zu sitzen wie andere auch. Das Problem liegt bei der SBB.Man weiss wann dir Rekruten nachhause gehen dennoch werden keine Extrawagons bereits gestellt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Madame am 02.04.2017 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Danke SBB

    Zuwenig Sitzplätze, Dörfer sind nur selten am SBB Netz angeschlossen, häufige Zugausfälle, Verspätungen, immer weniger Personal, was kommt als nächstes? Zahlt man irgendwann ein Billette wenn man zu Fuss geht? Immermehr Leistungsabbau, dafür höhere Billettepreise.

  • togo am 01.04.2017 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe sbb

    sei froh sbb ohne rekruen würdet ihr nicht sicher fuhlen! darum gibts bis jetzt kein anschlag von isis weil die rekruten da sind!!

  • Chrigi am 01.04.2017 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuwenig Platz Bern-ZH

    Als wir noch lm Militär war war es ganz normal und dem guten Ruf zuliebe das man älteren Menschen platz machte. Heute ist es so das mehre Kunden 2Plätze brauchen. Einen für den Laptop und die Mappe und den andern für sich selbst. ZH der im Bern arbeitet hat alle rechte und wenn möglich ein gratis GA. Es wäre gut wenn da mal das Personal durchgreifen würde (2 Billette)!!!

  • Jonny Cash am 01.04.2017 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ticket-Bezahlung ohne Sitzplatz

    Eine einfache Lösung: Keine Ticket-Bezahlung ohne garantierter Sitzplatz, dann herrscht endlich Ordnung und Sicherheit

  • Andrej am 01.04.2017 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Eigene Erfahrung

    Habe eine solche Erfahrung persönlich erlebt: WK 2012 am WEF. Am einzigen Urlaubswochenende beging eine Person auf der Strecke Filisur-Chur kurz nach dem Bahnhof Rothenbrunnen Schienensuizid. Reguläre Linienbusse wiesen daraufhin alle Armeeangehörige ab, mit der Behauptung, dass "sowieso ein Transport für uns organisiert würde", und fuhren lieber halbleer weiter, statt wenigstens einige mitzunehmen. Mit Stunden Verspätung kam ich dank Autostopp bis Chur. Eine Unverschämtheit, wenn AdA's so behandelt werden. Als AdA's teilen die gleichen Bürgerrechte wie alle anderen Zivilisten.