Kanton Waadt

21. Oktober 2019 10:43; Akt: 21.10.2019 10:43 Print

14-Jähriger wegen Gewalt von Schule verwiesen

Ein Jugendlicher in der Romandie hat sich wiederholt gewalttätig und unkooperativ verhalten. Nun haben die Behörden entschieden, ihn dauerhaft von der Schulpflicht zu entbinden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein 14-jähriger Jugendlicher ist im Kanton Waadt endgültig von der Schule verwiesen worden. Der Marokkaner ohne Pass wurde zuvor unzählige Male wegen Gewalttätigkeit ermahnt.

Umfrage
Waren Sie ein vorbildlicher Schüler?

Das Jugendgericht behandelte einen Fall, bei dem der 14-Jährige einen anderen Jugendlichen misshandelt haben soll. Freunde von ihm sollen den Vorfall gefilmt haben. Ein Urteil diesbezüglich ist noch ausstehend. Je nachdem, wie das Jugendgericht entscheidet, könnte der Teenager zusammen mit seiner Mutter sogar aus der Schweiz ausgewiesen werden.

Im Jahr 2018 ist die Mutter schon einmal verurteilt worden, da sie ihrer Pflicht, ihren Sohn regelmässig zur Schule zu schicken, nicht nachgekommen war. Obwohl der Familie 29 Mahnbriefe zugeschickt wurden, verbesserte sich die Situation nicht.

«Hasserfüllte Atmosphäre im Klassenzimmer»

Der Teenager war den Behörden davor bereits bekannt. Mit sieben Jahren wurde er aufgrund von Disziplin- und Verhaltensproblemen auffällig. Kurzzeitig wurde er in verschiedenen Erziehungsheimen untergebracht, die ihn aufgrund seiner gewalttätigen Art und der Drohungen, die er aussprach, wieder ausschlossen.

Er erledigte seine Hausaufgaben nicht, kam stets zu spät zum Unterricht, trug Trainigskleidung und eine Mütze und kaute ständig Kaugummi. Darüber hinaus störte er den Unterricht, beleidigte Lehrer und schaffte eine «hasserfüllte Atmosphäre im Klassenzimmer», hiess es.

Jegliche Intervention von Spezialisten zeigte sich erfolglos. Daher der Beschluss der Erziehungsdirektion: Die Sicherheit der Schüler und der Lehrer geht in diesem Fall vor und der 14-jährige Marokkaner wird vom Unterricht ausgeschlossen.

(doz)