2017 in Freiburg ausgebrochen

08. Juli 2019 19:14; Akt: 08.07.2019 21:56 Print

Bashkim L. wird nach zweijähriger Flucht gefasst

Der Täter eines Tötungsdelikts in Frasses FR ist am Montag im Rahmen einer internationalen Polizeikooperation im Ausland festgenommen worden.

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Der 35-jährige Kosovare Bashkim L. wird nach seiner Verhaftung für die Verbüssung seiner Strafe in die Schweiz ausgeliefert. Der Mann war seit August 2013 im Gefängnis. Im September 2017 gelang ihm die Flucht aus einer Einzelzelle im Zentralgefängnis von Freiburg.

Wie die Ermittlungen damals zeigten, ist es sehr wahrscheinlich, dass L. beim Ausbruch Hilfe von aussen hatte. Er habe sich an mehreren Bettlaken an der Mauer des Gebäudes abgeseilt, sagte ein Polizeisprecher.

Der Kosovare gilt als einer von zwei Tätern im Tötungsdelikt in Frasses FR im Mai 2013. Dabei kam ein 36-jähriger Italiener mit kosovarischen Wurzeln ums Leben. Der Italiener war gerade in seinem Auto mit seiner Frau und den vier Kindern zu Hause angekommen, als zwei Personen das Feuer gegen ihn eröffneten.

Bei der Tötung soll es sich um einen Racheakt im Zuge einer langjährigen und blutigen Fehde zweier kosovarischen Familienclans gehandelt haben.

Zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt

Nach der Tat wurden die zwei Täter - Bashkim L. und sein Komplize - gefasst und in erster Instanz zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Beide Verurteilten bestritten die Vorwürfe und legten gegen das Urteil Einsprache ein.

Das Freiburger Kantonsgericht hatte im Juli 2018 die Beschwerden teilweise gutgeheissen. Es sprach den Mazedonier der Gehilfenschaft zu Mord und Widerhandlungen gegen das Waffengesetz schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren.

Beim Bashkim L. blieb es bei der Verurteilung wegen Mordes und Widerhandlungen gegen das Waffengesetz. Das Gericht reduzierte jedoch seine Strafe auf 20 Jahre.

(sda)