Lausanne

18. Dezember 2014 23:05; Akt: 19.12.2014 15:23 Print

Dieses Baby kam in der Metro-Station zur Welt

Ein Taxifahrer wollte eine schwangere Frau nicht mitnehmen. Also nahm sie Bus und Metro. Doch ins Spital schaffte sie es nicht mehr rechtzeitig.

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Der kleine Daoud erblickte an einem ungewöhnlichen Ort das Licht der Welt. Nur 50 Meter vom Lausanner Spital CHUV entfernt, beim Ausgang einer Metro-Station, gebar eine junge Frau den Buben.

Wie «20 minutes» berichtet, hatten bei der Frau in der Nacht auf Dienstag die Wehen eingesetzt. Das Paar brachte seine 15 Monate alte Tochter zu einer Nachbarin. Dann wollte es in ein Taxi steigen. Doch der Taxifahrer wies die Fahrgäste ab. «Er sagte, meine Frau könnte das Taxi verunreinigen», sagte der Vater.

Buschauffeur sprang in die Bresche

Mehr Herz als der Taxifahrer zeigte ein Buschauffeur. Dieser hatte seinen Dienst noch nicht angetreten, stimmte aber zu, die beiden nach Riponne nahe dem Spital zu fahren. Dort stieg das Paar in die Metro und fuhr zur Station, die wenige Meter vom Spital entfernt war.

«Wir stiegen aus und fuhren mit dem Lift nach oben. Doch meine Frau schaffte es nicht mehr bis zum Spital», sagte der Vater. Er sei in Panik geraten, in die Klinik gerannt und habe um Hilfe gerufen. Drei Hebammen eilten dem Paar zu Hilfe und brachten den gesunden Buben auf die Welt. «Es war sehr anstrengend. Aber die Hebammen haben grossartige Arbeit geleistet», erzählt die Mutter.

25-Jahre-Abo erhalten

Die Eltern sind froh, dass es ihrem Sohn gut geht. Und die ungewöhnliche Geschichte hat für den kleinen Daoud sogar einen positiven Nebeneffekt. Die ÖV-Betreiberin Transports publics lausannois hat die Geschichte so berührt, dass sie dem Jungen ein Gratis-Abo für die nächsten 25 Jahre schenkte.

(dia)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas am 19.12.2014 06:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    welch nette Leute

    Diesem Taxifahrer sollte man die Lizenz entziehen wegen unterlassener Hilfeleistung.

    einklappen einklappen
  • K. K am 19.12.2014 06:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dieser Taxi Chauffeur...

    ...ist ein gutes Beispiel für unterlassene Hilfeleistung. Eine Schwangere einfach so stehen lassen...

    einklappen einklappen
  • Lina Koch am 19.12.2014 00:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    herzliche Gratulation

    Eine schöne Weihnachtsgeschichte. Wünsche der Familie alles Gute!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sbu am 19.12.2014 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft

    Herzlichen Glückwunsch an die Eltern zum neuen Erdenbürger! Alles hat immer einen Grund und hier hats zum Abo geführt. Spannend was sich daraus wieder entwickeln wird.... Die Zukunft wirds zeigen

  • Deutschschweizer am 19.12.2014 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    WOW!

    Es lebe die Suisse Romande. Einfach nur cool und schön!

  • Baby Prix am 19.12.2014 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preis

    Der Buschaufeur sollte einen Friedensnobelpreis gewinnen.

  • Leser am 19.12.2014 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    No Go

    Hoffentlich haben sie die Taxi Nummer aufgeschrieben und den Fahrer angezeigt. Der Familie alles Gute :)

  • Jon am 19.12.2014 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komische Taxi-Erlebnisse

    Erlebe auch oft unfreundliche Taxifahrer, aber abgewiesen wurde ich noch nie. Weder völlig betrunken, noch mit zerfetztem T-Shirt (Schlägerei). In beiden Fällen hätte ich - zumindest rückblickend - Verständnis für eine Abfuhr gehabt. Bei einer Hochschwangeren aber definitiv nicht! Der sollte seine Energie lieber fürs Fahren aufwenden als im Kampf gegen Uber.