3 Verletzte, ein Toter

27. Dezember 2016 15:44; Akt: 27.12.2016 17:15 Print

Ermittler rätseln weiter über Attacke im Wallis

Einen Toten und drei Verletzte forderte eine Messerattacke am Weihnachtstag im Wallis. Die Behörden wissen noch immer nicht, was genau passiert ist.

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Sowohl die rechtsmedizinischen Untersuchungen als auch die Zeugenbefragungen zum mysteriösen Vorfall von Bramois VS waren am Dienstag noch im Gang. Passiert war es am 25. Dezember: Eine Frau und zwei Männer wurden mit einem Messer verletzt, einer der beiden Männer schwer. In einem Bachbett wurde daraufhin eine Leiche gefunden – beim Toten könnte es sich um die Person handeln, die die anderen angegriffen hatte.

Der Schwerverletzte, 30 Jahre alt, lag am Dienstag noch immer im Spital. Laut der Walliser Kantonspolizei befindet er sich ausser Lebensgefahr. Die anderen Verwundeten, eine Frau und ein Mann, die beide etwa 70 Jahre alt sind, konnten das Spital wieder verlassen. Der Tote konnte laut der Polizei bisher nicht formell identifiziert werden, da sich seine nächsten Angehörigen derzeit nicht in der Schweiz aufhalten. Bekannt ist, dass der Verstorbene auch mit dem schwer verletzten 30-Jährigen verwandt ist.

Derzeit arbeiten die Ermittler noch daran, den genauen Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren. Der Walliser Generalstaatsanwalt Nicolas Dubuis sagte am Dienstag zum Stand der Ermittlungen, noch wisse man nicht mit Sicherheit, was vorgefallen sei.

Auf dem Weg zur Weihnachtsmesse

Am Sonntag um 9 Uhr hatte sich die rund 70-jährige Frau mit Schnittverletzungen in die Notfallaufanhme des Spitals Sitten begeben. Die alarmierte Polizei eilte daraufhin an jene Stelle, wo die Frau angegriffen worden war. Bei der Einsiedelei Logeborgne stiess sie auf die beiden anderen Verletzten.

Bei den zwei 70-Jährigen soll es sich um Stammgäste handeln, die zum Zeitpunkt des Angriffs auf dem Weg zu einer Weihnachtsmesse in der Einsiedelei waren. Die beiden anderen Beteiligten sind in der Einsiedelei offenbar nicht bekannt.

Weg wieder freigegeben

Für die Spurensicherung hatten die Ermittler den Weg noch bis am Montag gesperrt. Seit Dienstag ist der Zugang zur Einsiedelei wieder offen. Die Walliser Kantonspolizei teilte bereits am Sonntag mit, man habe keine Hinweise, dass die Bluttat einen religiösen Hintergrund habe. Auch rechne man nicht damit, dass noch Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

(lüs/sda)