Busunglück von Siders

15. Juli 2014 12:44; Akt: 15.07.2014 12:49 Print

Fuhr der Chauffeur absichtlich in die Mauer?

Der Fahrer des Cars, in dem 2012 in Siders 28 Menschen starben, soll bewusst einen Unfall gebaut haben – aus Selbstmordabsicht. Zu diesem Schluss kommt eine Rechtsmedizinerin.

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Bei dem schweren Busunglück auf der A9 bei Sierre VS sind am 13. März 2012 28 Personen ums Leben gekommen. So verlief der Unfall von Sierre. Die letzten Meter vor dem Aufprall. Der Kanton Wallis veröffentlicht am 31.1.2013 die 3D-Animation. der schwere Gang der Angehörigen: Sie mussten in der Leichenhalle in Sion ihre Kinder identifizieren. Die Leichen der verstorbenen Kinder wurden am 14. und 15. März ins Centre funériare von Sion gebracht. In Sierre sind am Abend nach dem Unglück des rund 200 Einwohner zu einem spontanen Traueranlass zusammengekommen. Im Verlaufe des Tages sind Sie hoffen, dass ihr Kind zu den Verletzten gehört und nicht zu den 28 Todesopfern. berichten vom Unglück, hier vor dem Spital in Sion. Viele Angehörige werden im untergebracht - von der Polizei gut abgeschirmt vor zu neugierigen Medien. Auch in Belgien finden noch am Abend Trauergottesdienste statt, wie dieser in sprechen den Angehörigen ihr grosses Mitleid aus und danken zugleich den Rettungskräften für ihren grossen Einsatz. Am Eingang des Tunnels der A9, in dem es am Abend des zum Horrorcrash kam, legen Menschen Blumen nieder. Bei dem schweren Verkehrsunfall im Wallis sind . Im Autobahntunnel Sierre fuhr das Fahrzeug in eine Nothaltestelle. Die Rettungsaktion im Tunnel dauerte über an. Das Wrack des Reisecars Es wurde nach Visp gebracht. Im Bus waren unterwegs. Es handelte sich dabei um zwei Schulklassen aus Flandern. Unter den Toten sind Der Car wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt, zahlreiche Insassen waren Unter den Toten sind auch 24 weitere Kinder wurden bei dem Unfall eines belgischen Reisecars Eine Tragödie dieses Ausmasses habe es im Wallis , sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Christian Varone, am Mittwochmorgen vor den Medien. Der Reisebus fuhr auf der Autobahn von Sierre in Richtung Sitten. Die meisten Opfer sind Kinder , die im Val d'Anniviers in den Skiferien waren. Die verletzte Kinder wurden in vier Spitäler im Wallis gebracht; drei besonderes wurden in die Unispitäler von Lausanne und Bern geflogen. Die meisten Verunfallten kamen Sie waren auf der nach Belgien. Betroffen zeigte sich an der Medienkonferenz auch der Botschafter Belgiens in der Schweiz. «Dieses Drama wird ganz Belgien erschüttern», sagte Jan Luykx.

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Brisante Theorie zum Carunglück, bei dem vor zwei Jahren im Wallis 28 Menschen ihr Leben verloren haben: «Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Chauffeur mit Absicht in die Mauer gefahren ist, obwohl er unter dem Einfluss von Antidepressiva stand», sagte die Rechtsmedizinerin Selma Eikelenboom in der holländischen Sendung «EenVandaag». Den Unfall auf Unachtsamkeit des Lenkers zurückzuführen, sei keine valable Erklärung.

Eltern der Opfer hatten ein amerikanisches Privatunternehmen damit beauftragt, den Carunfall zu rekonstruieren – was diese Anfang Juli taten. Die Rekonstruktion habe ergeben, dass der Chauffeur zwei perfekt kontrollierte Manöver durchgeführt habe, um in die Mauer zu prallen, berichtet die Zeitung «Het Laatste Nieuws».

Walliser Justiz schliesst Suizid aus

Der Car war am 13. März 2012 in die Mauer eines Tunnels auf der A9 bei Siders geprallt. 22 Kinder aus Belgien und Holland, die auf dem Rückweg von den Skiferien waren, und 6 Erwachsene verloren ihr Leben, 24 weitere Kinder wurden verletzt. Die Walliser Justiz schliesst nach ihrer Untersuchung sowohl ein technischen Problem als auch eine suizidale Absicht des Chauffeurs aus.

Die Witwe des Chauffeurs, Evy Laermans, glaubt an die Ergebnisse der Walliser Untersuchung. «Das war eine sehr gründliche und lange Untersuchung mit den besten Experten der Schweiz», sagte sie der Nachrichtenagentur Belga. Die Suizid-Theorie weist sie kategorisch zurück. Der privat durchgeführten Rekonstruktion mangle es an Objektivität – es sei dabei von Anfang an darum gegangen, den Unfall als Suizid ihres Mannes darzustellen.

(cbx/lüs)