Drama im Waadtland

19. Juli 2014 08:04; Akt: 19.07.2014 12:56 Print

Mädchen von Ex-Freund der Mutter getötet

Das 14-jährige Entführungsopfer wurde vom Ex-Freund der Mutter mit einer Schusswaffe getötet. Der Täter richtete sich danach selbst.

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Ein 14-jähriges Mädchen ist am Freitag in Belmont-sur-Lausanne VD vom Ex-Freund seiner Mutter entführt und erschossen worden. Der Entführer richtete sich anschliessend selbst. Das Drama spielte sich in weniger als einer Stunde ab.

Der 30-jährige Schweizer entführte die Schülerin auf offener Strasse und sperrte sie in ein weisses Auto. Mehrere Zeugen konnten den Vorfall beobachten. Die um 11 Uhr alarmierte Polizei fahndete sofort mit einem Grossaufgebot nach dem Entführer.

Über 40 Patrouillen der Kantonspolizei Waadt, Polizeicorps der Nachbarkantone und der Grenzwache standen im Einsatz. Unterdessen veröffentlichte ein Mann, der sich als Stiefvater des Mädchens bezeichnete, auf Facebook einen verzweifelten Hilferuf.

«Meine Stieftochter ist soeben in Belmont-sur-Lausanne entführt worden, sie konnte uns per Telefon alarmieren, dass sie im Kofferraum eines Autos ist.»

Motiv noch im Dunkeln

Trotz des Grossaufgebots der Polizei konnte das Mädchen nicht mehr lebendig aufgefunden werden. Eine Patrouille fand die Schülerin und den Täter in einem Waldstück oberhalb der Gemeinde Lutry. Sie wiesen Verletzungen durch Schusswaffen auf.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei tötete der Ex-Freund der Mutter das Mädchen und richtete sich danach selbst. Zum Hintergrund der Bluttat machte die Polizei keine Angaben. Auch zur Vorgeschichte des Täter gab sie keine Information. Über das Motiv des Entführers ist noch nichts bekannt. Allerdings soll der Stiefvater laut «20 Minutes» seit einigen Monaten nicht mehr mit der Mutter der verstorbenen 14- Jährigen zusammen sein. Ob der Entführer die Familie vor der Tat bedrohte, ist unklar.

Bei dem vom Entführer gefahrenen Auto handelt es sich um einen Mietwagen. Zum Tatort begab sich auch ein Experte des Westschweizer Instituts für Rechtsmedizin. Die Familie des Opfers wurde von der Polizei und von einem psychiatrischen Notfalldienst unterstützt.

(pat/sda)