Grandson VD

28. April 2013 22:18; Akt: 28.04.2013 22:41 Print

Mann will Hund retten – und ertrinkt

Ein Mann springt in den Fluss, um das Leben eines Hundes zu retten und verliert dabei sein eigenes. Am selben Ort spielte sich ein Jahr zuvor ein ganz ähnliches Drama ab.

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Im März 2012 starb ein Mann in Grandson beim Versuch, einen Hund zu retten. Heute wiederholte sich die Geschichte. (Bild: Jean-Pierre Guinnard/24heures)

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Heute Nachmittag ist im Waadtland ein Mann beim Versuch, einen fremden Hund aus einem Fluss zu retten, ertrunken. Der Mann, auch er war mit einem Hund unterwegs, war dem fremden Hund in den Fluss L'Arnon bei Grandson VD hinterher gesprungen.

Der Mann liess sich zunächst von der Strömung mitziehen. Bei einer 50 Zentimeter hohen Schwelle wurde er jedoch von der Wasserwalze unter Wasser gedrückt, wie die Waadtländer Kantonspolizei mitteilte. Bewusstlos trieb er danach rund 50 Meter weiter flussabwärts bevor ihn die Polizei und Sanitäter bergen konnten.

«Er liebte diesen Ort»

Der Mann, ein 57-jähriger Japaner aus der Region Neuenburg, starb trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche durch die Polizei und später durch ein Rega-Team noch am Unfallort. Ein Bewohner von Champagne sagt gegenüber 20 Minutes: «Wir trafen uns jeden Sonntagnachmittag hier. Er liebte diesen Ort.»

Schon ein Jahr zuvor starb ein Mann unter den gleichen Umständen. Ein Bewohner von Grandson wollte im März 2012 der gleichen Stelle ein Hund aus dem Fluss retten und ertrank. Ein Experte warnt vor der Gefahr des Ertrinkens: «Man sollte dem Fluss entlang laufen und dem Tier zurufen.»

Der Hund des Verstorbenen wurde ins Tierheim gebracht. Über das Schicksal des Hundes, den er retten wollte, war zunächst nichts bekannt.

(rey/sda)