Écublens VD

12. November 2019 21:31; Akt: 12.11.2019 21:31 Print

Skater (40) stürzt von Rail und stirbt

In einem Skatepark im Waadtland ist es am Samstag zu einem tragischen Unfall gekommen. Ein Mann stürzte von seinem Skateboard und schlug mit dem Kopf auf.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Beim Skatepark du Pontet nahe einer Schule in Écublens VD kam am Samstagabend ein 40-jähriger Mann ums Leben. Er übte mit seinem Skateboard einige Tricks, als er beim Versuch, über eine Rail zu sliden, stürzte, wie die Kantonspolizei erklärt.

Mehrere Jugendliche beobachteten den Unfall. Einer von ihnen sagt, er habe den Mann mehrere Male im Skatepark gesehen. Das Opfer habe vom Skaten Ahnung gehabt, «daran besteht kein Zweifel». Laut dem Jugendlichen hatte der Mann Kinder.

Beim Sturz sei er mit dem Kopf voran auf einen Fixierungsbolzen der Rail aufgeschlagen. «Er trug keinen Helm und hat sich an der Stirn verletzt», sagt der Augenzeuge weiter. «Dann verzerrte er das Gesicht und lief blau an.» Als die Rettungskräfte eintrafen, versuchten sie den Mann noch wiederzubeleben – vergeblich. «Es ist wichtig einen Helm zu tragen», ist der Jugendliche überzeugt.

Kein tödlicher Skateparkunfall in den letzten 20 Jahren

Der rund 20-jährige Skatepark wurde zwischen 2015 und 2017 saniert. «Die Anlagen entsprechen der Norm und sind in einwandfreiem Zustand», erklärt der Chef des Tiefbauamtes der Gemeinde. Jeden Monat würden die Anlagen überprüft, zweimal im Jahr komme zusätzlich ein Experte vorbei.

Das Tiefbauamt wird wegen des Unfalls keine Verantwortung übernehmen müssen. Denn im Reglement des Skateparks, der für jeden zugänglich ist, ist festgehalten, dass die Skater entsprechende Schutzausrüstung tragen müssen.

Laut einer Statistik der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) gab es zwischen 2000 und 2017 insgesamt 3278 Menschen, die bei sportlichen Aktivitäten ums Leben kamen. Die meisten Todesfälle betreffen Berggänger. Einen tödlichen Skaterunfall in einem Skatepark gab es in diesem Zeitraum hingegen nie. Auch im Jahr 2018 gab es keinen solchen Fall.

(vro)