Fake-Verträge bei Sunrise

04. Oktober 2018 08:33; Akt: 04.10.2018 11:05 Print

So einfach erschlich eine Familie Gratis-iPhones

Gratis das neueste Smartphone zu bekommen, ist für viele ein Traum. Einigen Personen in der Romandie gelang dies mittels eines einfachen Tricks sogar mehrfach.

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In den Jahren 2014 und 2015 wurde Sunrise Opfer mehrerer Betrugsfälle. Zugetragen haben sich diese zwischen den Monaten August und März. Damals hatte ein Mann im Kanton Waadt festgestellt, dass es möglich ist, einen Vertrag beim Telekommunikationsunternehmen zu unterschreiben, ohne wahrheitsgetreue Informationen über die eigene Identität und den Wohnsitz zu machen.

Dieses Wissen teilte der 27-jährige Kosovare dann mit mindestens sechs seiner Bekannten inklusive seiner Schwester. In der Folge wurden Dutzende von Verträgen unterschrieben, die falsche Informationen über die Unterzeichner enthielten. Sunrise überprüfte diese Angaben nicht und überreichten den «neuen Kunden» jeweils ihr Willkommensgeschenk. Dies war in der Regel ein Handy der neuesten Apple-Generation.

Schaden von über 350'000 Franken

Im März 2015 reichte Sunrise schliesslich eine Strafklage beim Waadtländer Gericht ein. Gemeldet wurde ein Schaden von über 350'000 Franken. Der Kosovare konnte schliesslich ermittelt werden. Nun wurde er zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen und 900 Franken verurteilt. Zusätzlich wird er 1875 Franken bezahlen müssen.

Sunrise bestätigte den Vorfall gegenüber «20 Minutes». Eine Sprecherin beteuert, dass dies aber nichts mit der Sicherheit der Kundendaten in ihrem System zu tun habe. Die Webseite und der Onlineshop seien nicht betrugsanfällig und es gebe keine Sicherheitslücken. Zu wie vielen Betrugsfällen es genau gekommen sei, werde nicht kommuniziert.

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beat am 04.10.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    IMEI

    Die IMEI der herausgegebenen Geräte wurde nicht gespeichert? Damit liessen sich die Telefone doch alle lokalisieren oder schnell unbrauchbar machen. Vor allem bei Apple, da wird doch alles überwacht.

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  • Naith am 04.10.2018 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Letztlich hat er nichts erschlichen denn er wurde erwischt. Nun hat er sicher Freude am veralteten iPhone und seiner Geldstrafe. Fazit: Lohnt sich nicht.

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  • Baba Inthu am 04.10.2018 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur Dreist

    Alle müssen hart arbeiten und er betrügt für ein Iphone. Seine Strafe ist mir zu mild!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ich&Wir am 04.10.2018 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesellschaft

    Kriminelle Energie kann mit keinem System 100% abgefangen werden ohne exorbitante Kosten zu generieren. Es ist die Eigenverantwortung und das Handeln als Teil der Gesellschaft. Schnäppchen, tricksen, Betrügen, immer zahlt die Gesellschaft. UMDENKEN!!!

  • Fragender am 04.10.2018 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragen über Fragen

    Hmm und aus welcher Region kommt wohl der Sunrise Verkäufer, denn normalerweise muss ein amtl. Dokument vorgewiesen werden. Da ist wohl der Onkel vom Neffe des Grossvaters Tochter irgendwie mit dem Kunde verwandt.

  • martin am 04.10.2018 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Ich frage mich was das wieder einmal für eine Rolle spielt das er kosovare war! Als währen jetz alle Kosovaren so und machen solche Verträge...! Ich Arbeite übrigens bei einem Telekommunikations Anbieter und wir hatten letztes Jahr einen ähnlichen Fall! Ein Schweizer hat auf eine Firma dutzende Verträge gemacht! In der Zeitung habe ich jedenfalls nichts gelesen darüber Obwohl der Schaden sehr hoch war!

  • Arbeitgeber am 04.10.2018 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Orange ist nicht besser...

    ist nichts neues. ein ehemaliger mitarbeiter hatte bei orange ein firmentelefon eingelöst ohne mein wissen. Da sind die Anbieter selbst schuld, wenn sie ihre mitarbeitenden unter druck setzen mit verkaufsprämien.

  • Reto am 04.10.2018 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer weiter so

    Schon bei der Überschrift des Artikels hätte ich wetten können, welche Landsleute dahinter stecken. Immer Möglichkeiten suchen, um Kohle zu machen, am liebsten auf illegalem Weg. Die Schweiz als Sozialstaat hat sich u.a. dadurch etabliert, dass eben alle gemeinsam für den Erhalt sorgen, während nun viele Nichtschweizer das System ausnutzen und beschädigen und das damit rechtfertigen, dass der andere eben hätte besser aufpassen müssen. Schöne neue Welt.