Lausanne

11. Juni 2019 18:36; Akt: 11.06.2019 18:36 Print

Raser lügt Polizei an – und fliegt gleich auf

Ein Autofahrer wird in einem Tunnel mit 184 km/h geblitzt. Anschliessend tischt er der Polizei eine Lüge auf, bei der er sich nicht viel überlegt hat.

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Als ein 25-jähriger Autofahrer am 18. März durch den Saint-Maurice-Tunnel in Richtung Lausanne fuhr, wurde er geblitzt. Er war mit 184 statt den erlaubten 100 km/h unterwegs. Ihm muss sogleich klar geworden sein, dass er durch dieses Vergehen nicht nur seinen Führerschein verlieren würde, sondern dass auch ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet werden könnte.

Da kam dem Mann eine Idee. Am nächsten Tag ging er auf einen Polizeiposten und gab an, dass ihm am Abend zuvor gegen 23 Uhr sein Auto gestohlen worden sei. Dummerweise war er aber um 22.30 Uhr geblitzt worden.

Bis zu einem Jahr Gefängnis

Die Lüge nützte dem Autofahrer also nichts. Die Polizei leitete sogleich Ermittlungen ein und konnte feststellen, dass tatsächlich der 25-Jährige hinter dem Steuer sass, als das Auto geblitzt wurde. Zudem kam heraus, dass der Mann bereits vierfach vorverurteilt ist.

Insgesamt wurden dem Mann eine Geldstrafe von 75 Tagessätzen von jeweils 30 Franken plus die Verfahrenskosten von 1000 Franken auferlegt. Ausserdem ist die Strafuntersuchung noch nicht abgeschlossen. Bei einer solchen Geschwindigkeitsübertretung könnte dem Mann eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr drohen.

(doz)