Geldmaschine

20. April 2017 17:15; Akt: 20.04.2017 17:15 Print

Schweizer Blitzer verärgert Italiener

Ein Radar an der Grenze zu Italien soll acht Millionen Franken eingebracht haben. 60 Prozent kommen aus dem nahen Ausland – vor allem von Italienern. Diese sind empört.

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Ein Blitzkasten nahe der italienischen Grenze sorgt für Kritik, weil er fast acht Millionen Franken einbrachte und dies hauptsächlich von ausländischen Autofahrern (Symbolbild). (Bild: Keystone/Jean-christophe Bott)

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Rund 10 Millionen Franken hat der Kanton Tessin 2016 mit fixen und mobilen Radargeräten eingenommen. Der einträglichste ist ein Blitzer auf der Autobahn in Balerna nahe der italienischen Grenze. Er soll allein acht Millionen Franken generiert haben. Das berichtet die italienische Zeitung «Corriere della Sera» und beruft sich dabei auf Zahlen, die die Kantonspolizei Tessin publiziert hat.

Der Kanton Tessin berichtete vor kurzem über seine finanzielle Situation. Dabei waren auch die Busseinnahmen durch Radargeräte ein Thema. Von den acht Millionen sollen rund 60 Prozent der Bussen an ausländische Autofahrer ausgestellt worden sein, die auf der Durchreise waren. Und: Der Blitzer soll somit zehnmal mehr eingebracht haben, als die Kantonspolizei Tessin vorgesehen hatte. Die Zeitung kritisiert im Artikel, dass der Blitzer somit offenbar einzig auf Geldmacherei durch ausländische Fahrzeuglenker aus sei.

Ortsunkundige tappen in Radarfalle

Denn Einheimische, die von Mendrisio nach Chiasso fahren, würden den Blitzer kennen und sich ans Tempolimit halten. Der ortsunkundige ausländische Autofahrer hingegen würde in die Radarfalle tappen. Wer angehalten werde, müsse die Busse sogar sofort begleichen, kritisiert die Zeitung weiter. Dass die Tessiner Kantonspolizei die Radargeräte als Sicherheitsmassnahme bezeichne, seien auch nur leere Behauptungen.

(duf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jana b am 20.04.2017 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tempolimit

    Man kann sich ja ans Tempolimit halten, dann wird man auch nicht geblitzt

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  • Seiler am 20.04.2017 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Korrekt fahren - keine Busse

    Wieso regen sich die Leute eigentlich auf? Ach wegen ihrem eigenen Verhalten. Dann geht es.

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  • Squirrel am 20.04.2017 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Und italienische Raser....

    verärgern die Schweiz(er). Somit sind wir wieder umegägilt...!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • David S am 21.04.2017 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Komische Logik

    Dass der Blitzer 10mal mehr einbrachte, als budgetiert, soll ein Beweis gegen den Bedarf sein? Es ist doch eher umgekehrt, diese extreme Nutzung zeigt, wie massiv der Bedarf überhaupt erst war.

  • oswald am 21.04.2017 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Rücksichtsvolles Verhalten ist gesünder

    Bin letzte Woche nach Florenz und Siena gefahren..... ich sage montiert noch einen 2. Blitzer sonst lernen die Italiener die Verkehrsregeln nie.... übrigens hat es in Italien jede Menge Blitzer die Geld verdienen könnten ohne Ende! Man könnte die Strassen sanieren die es bitter nötig haben. Die vielen Blitzer sind leider meistens kaputt! Deshalb auch dieses, mach was ich will, Verhalten auf der Strasse! 7.2 Tote pro Jahr auf 100000 Einwohner. Hmmm.... sollte zu denken geben.

  • Andi A. am 21.04.2017 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Fiskus

    Ja liebe Italiener, wir geben es zu, es ist Geldmacherei! Gewöhnt euch doch daran! In der Schweiz sind Radarfallen ein verlängerter Arm des Fiskus. Auf der anderen Seite sind Gewaltverbrechen Raubüberfälle kaum geahndet und da die Polizei mit Radarfallen ausgelastet ist, kann man bei uns entspannt und stressfrei einbrechen! zudem haben unsere Banken einige Hundert Millionen Busse mehr bezahlt im Ausland, und wir haben uns nicht beklagt!

    • Pro Fessor am 21.04.2017 17:39 Report Diesen Beitrag melden

      falsch, soweit das Auge reicht,

      1. Der Fiskus hat nichts mit Verkehrsregeln zu tun, die nicht eingehalten werden. 2. Bei Raub und Einbruch hat die Polizei mit dem Strafmass auch nichts zu tun, sondern unsere Politik und die Gerichte. 3. Wir haben uns sehr wohl beklagt bei dem Bankenfiasko und deren Folgen, aber genützt hat es gar nichts. Siehe Boni Diskussionen der CS, zum ko........!

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  • Pfisti am 21.04.2017 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Alles gut

    Als Schweizer wird man im Grenznahen Italien bei jeder Gelegenheit abgezokt. Wen ich dan in Grenznähe zu Italien erlebe wie die Grenzgänger fahren Bin ich um jeden Radarkasten froh.

  • Kritiker S. am 21.04.2017 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll die Aufregung?

    Von mir aus könnte man noch viel mehr solcher Kästen aufstellen. Wenn man die grosse 120 in der runden Tafel nicht lesen kann, gehört man sowieso nicht ans Steuer.

    • Alexander Müller am 21.04.2017 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      Langsamfahrer nerven einfach nur

      Die Schweiz, das Land der Kriechter und Schleicher.

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