Loblied auf Polizei

05. Dezember 2018 18:47; Akt: 05.12.2018 21:52 Print

«Alle Polizisten lächelten immer bei der Arbeit»

Ein Arzt aus Kriens preist in einem Leserbrief die Polizeiarbeit und verfasste ein Loblied auf die Ordnungshüter. Bei der Luzerner Polizei ist man entzückt.

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«Die Polizei, dein Freund und Helfer» – diesen Spruch kennen wohl die meisten. Doch immer wieder steht die Polizei in der Kritik, etwa im Zusammenhang mit Radarkontrollen oder Parkbussen.

Rommel Jadaan, Facharzt für Innere Medizin und Notfallarzt aus Kriens, hat ein anderes Bild der Polizei: In einem Leserbrief in der LZ berichtet er von seinen durchwegs positiven Erfahrungen mit der Polizei, etwa in seiner Funktion als Arzt, wenn es um fürsorgerische Unterbringungen geht, aber auch um seine Erfahrungen als Privatperson.

Professionell, höflich, geduldig

«Egal, in welcher dieser Situationen: Alle Polizistinnen und Polizisten lächelten immer», schreibt Jadaan.

«Sie strahlten Professionalität, Höflichkeit, Geduld, wohltuende Empathie sowie ehrliche und unendliche Hilfsbereitschaft aus.»

Die «professionelle und freundliche Haltung» der Polizei habe ihn überrascht, sagt der Jordanier, der seit zwei Jahren in der Schweiz lebt. Er habe schon in Deutschland, Österreich oder in den USA als Notfallarzt praktiziert. «Meine Erfahrungen waren auch dort generell positiv, es gab aber auch negative Momente», sagt Jadaan. Gerade als Notfallarzt sei es in Stresssituationen nicht einfach, wenn man mit der Polizei nicht Hand in Hand zusammenarbeiten könne.

Aber auch als Privatperson sei er immer «mit Freundlichkeit, Anstand und Respekt» behandelt worden, sagt Jadaan. So etwa, als er einmal spätabends bei strömendem Regen in Kriens mit dem Auto einen Poller umgefahren hatte: «Die Polizisten waren sehr nett und zuvorkommend und haben den Poller im Regen wieder angebracht. Das ist nicht selbstverständlich», sagt der Arzt.

Sogar als Verkehrssünder habe er die Polizei in positiver Erinnerung: Dies, als er einmal verbotenerweise rechts von der Pilatusstrasse zum Bahnhof abbog, weil er die Verkehrschilder falsch interpretiert habe. Und auch als seinem Sohn das Velo gestohlen worden sei, habe er nur gute Erfahrungen gemacht.

Kommandant und Polizisten freuen sich über das Lob

«Ich habe den Leserbrief gesehen und war sehr positiv überrascht», sagt der Luzerner Polizeikommandant Adi Achermann. Über solche Reaktionen freue man sich sehr bei der Polizei. «Auch beim Korps wird dies zur Kenntnis genommen.»

Es komme immer wieder vor, dass sich Personen für die Polizeiarbeit bedanken. «Dass dies über einen Leserbrief passiert, ist jedoch selten.» Viel öfter erhielten die Polizisten Lob, wenn sie im Dienst unterwegs seien. «Polizisten werden immer wieder auf der Strasse angesprochen und erhalten dort positiven Zuspruch für ihre Arbeit.»

Natürlich gebe es aber auch Kritik: «Das ist aber in den meisten Fällen spezifisch auf einen Fall bezogen», sagt Achermann. Negative Rückmeldungen gebe es etwa öfter, wenn sich Personen ungerechtfertigt behandelt fühlten – beispielsweise, wenn sie mit einer Busse nicht einverstanden seien. Generelle Kritik sei selten. Gehen bei der Polizei Beschwerden ein, werden diese jeweils ausgewertet. «Das Beschwerdemanagement ist wichtig. Hier arbeiten wir kundenorientiert, damit man in solchen Fällen die Zufriedenheit wiederherstellen kann.»

(gwa)