Überfall auf Bar

04. Dezember 2018 16:59; Akt: 04.12.2018 16:59 Print

«Der Mann schoss meinem Partner in den Fuss»

In Emmenbrücke LU ist am Montagabend der Mitinhaber einer Privatbar angeschossen worden. Er sei schockiert und fassungslos, sagt sein Geschäftspartner.

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«Um etwa 23 Uhr kam eine Person in unsere Bar», sagt Arben Osmanaj (31), der zusammen mit einem Geschäftspartner die Privatbar Balkan Black Bull an der Rüeggisingerstrasse in Emmen führt. Der unbekannte Mann sei auf die Toilette gegangen und danach mit einer Waffe in der Hand wieder herausgekommen. «Er hat Geld von meinem Geschäftspartner verlangt», so Osmanaj. «Die Gäste hatten Angst und haben sich unter den Tischen versteckt.»

Sein Geschäftspartner habe sich gewehrt, es sei zu einem Handgemenge gekommen. «Dann hat er geschossen. Der Schuss ging durch die Wand», so Osmanaj. Dann sei der Täter geflohen. «Mein Geschäftspartner folgte ihm nach draussen. Dort hat er noch zwei Mal geschossen. Er traf meinem Partner in den Fuss.» Die Kugel ging laut der Polizei glatt durch.

«Hier gehen nur Freunde von uns ein und aus»

Laut Osmanaj muss es der Täter nicht auf die Bar, sondern auf seinen Geschäftspartner abgesehen haben: «In der Bar ist nicht viel Geld zu holen.» Sein Freund hatte an diesem Abend einen grösseren Geldbetrag dabei. «Das muss ein Insidertipp gewesen sein», mutmasst Osmanaj.

Beim Lokal handelt es sich um eine Privatbar. Osmanaj: «Hier gehen nur Freunde von uns ein und aus.» Wer in das Lokal will, muss an der Türe klingeln – via Kamera sehen die Betreiber dann, wer draussen steht. «Mein Partner dachte, dass der Täter ein Freund von mir ist und hat ihn hereingelassen», erklärt Osmanaj.

«Wir sind schockiert und fassungslos»

Bis zu diesem Vorfall hätten die Betreiber noch nie etwas Ähnliches erlebt: «Abgesehen von einer Nachtruhestörung hatten wir hier noch nie Probleme. Wir sind schockiert und fassungslos», sagt Osmanaj. Glücklicherweise sei es nicht schlimmer gekommen. «Mein Geschäftspartner ist nun zu Hause und hat Schmerzen. Wir wurden zwar geschädigt, aber er ist das echte Opfer», sagt er.

Die Luzerner Polizei hat nach dem Vorfall zwei verdächtige Personen festgenommen. Ob sie mit dem Vorfall zu tun haben, ist aber noch unklar. Nach wie vor sucht die Polizei nach Zeugen. Der unbekannte Schütze sei etwa 1,90 bis 2 Meter gross und trug eine schwarze Jacke mit Kapuze und schwarze Hosen. Er sprach laut Aussagen der Opfer gebrochenes Deutsch.

(gwa)