Schlaflose Nächte

21. September 2018 05:44; Akt: 17.10.2018 14:36 Print

Nathalie sucht verzweifelt ihren Ehering

von Daniela Gigor - Nathalie Amstad hat alles unternommen, um ihren verlorenen Ehering zu finden. Nichts half. Weil der Ring mit unbezahlbaren Erinnerungen verbunden ist, gibts sie nicht auf.

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Seit dem 16. August 2018 schwebt eine dunkle Wolke über dem Liebesglück von Nathalie Amstad: Seit diesem Tag fehlt von ihrem Ehering jede Spur. Doch der Reihe nach: Die 47-Jährige nahm an einem Tenniskurs im Sportpark Dierikon teil. Obwohl sie ihren Ehering aus lauter Angst, ihn zu verlieren, eigentlich nie von der Hand nähme, habe sie ihn fürs Training vom Finger nehmen müssen, weil sie Linkshänderin ist. Auch nach dem Tennis könne sie den Ring nicht sofort wieder tragen, da die Hand dann jeweils etwas geschwollen sei. Amstad: «Ich zog den Ring im Auto aus und hatte eigentlich vor, den Ring im Auto zu lassen, doch ich hatte das Gefühl, dass er dort gestohlen werden könnte.»

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Aus diesem Grunde habe sie sich noch im Auto entschlossen, den Ring in ihrer Sporttasche zu verstauen. Weil sie zeitlich knapp gewesen sei, sei sie vom Parkplatz zum Sportpark gerannt und habe dort die Tasche mit dem Ring sichtbar auf dem Tennisplatz deponiert. Nach dem Kurs sei sie weiter zu einem Termin nach Luzern gefahren, die Sporttasche mit dem Ring im Kofferraum deponiert.

Mit Metalldetektoren und Pendeln gesucht

Zu Hause folgte der grosse Schreck: «Am Abend wollte ich meinen Ring aus der Tasche holen. Er war weg.» Die gebürtige Luzernerin, die nun in Horgen wohnt, fuhr sofort zurück nach Dierikon. Sie suchte den Weg und den Sportpark ab, in der Hoffnung, den Ring zu finden. Während zwei Wochen habe sie Tag und Nacht gesucht. Sogar Metalldetektoren und Pendel seien in den Einsatz gekommen. Amstad: «Ich habe auch das ganze Auto auseinandergenommen.»

«Bei Ringkopie sind die Emotionen weg»

Danach machte sie mit Plakaten im Sportpark und im Parkhaus auf ihren Verlust aufmerksam. Auch die Luzerner Polizei wurde informiert, wie diese auf Anfrage bestätigte. Ihr gehe es nicht um den materiellen Wert des Ringes. Amstad geht es um Emotionen: «Ein Ehering verbindet zwei Menschen und ein emotionales Ereignis. Die Hochzeit ist der schönste Tag des Lebens.» Die verzweifelte Frau sieht im Ehering ein Symbol für immer und ewig. «Den Ring könnte ich kopieren lassen, doch die Emotionen, die mich mit dem Schmuckstück verbinden, wären dann einfach nicht mehr vorhanden.»

Der Platinring ist auf der Aussenseite mit Diamanten bestückt. Die Inschrift lautet «Aslan 26. 7. 2014». Laut Amstad ist ein guter Finderlohn garantiert. Falls jemand den Ring gefunden haben sollte, kann dieser im Fundbüro oder auf dem nächsten Posten der Luzerner Polizei abgegeben werden. Nathalie Amstad wäre einfach dankbar und überglücklich, wenn sie ihr Symbol der Liebe wieder an ihrem Finger tragen könnte.