«Vogelscheuchenjäger» René Kuhn

12. August 2009 08:21; Akt: 12.08.2009 10:58 Print

«Ich gebe meine politischen Ämter ab»

Der SVP-Präsident der Stadt Luzern legt seine politischen Ämter nieder. René Kuhn hatte mit einem Pamphlet gegen «linke, verfilzte Frauen» für Empörung gesorgt und zieht nun die Konsequenzen. Derweil tauchen gravierende Vorwürfe gegen ihn auf.

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Der Rückzug aus der Politik sei bereits nach den Wahlen vom 14. Juni 2009 festgestanden, schreibt René Kuhn auf seiner privaten Homepage am Dienstagmorgen. Er habe damals bereits die SVP der Stadt Luzern informiert, der er als Präsident vorstand, die Verantwortung für das schlechte Abschneiden der SVP zu übernehmen.

Nachdem sich «nun die gesamte Medienlandschaft in der Schweiz» auf ihn eingeschossen habe und er «mit meinen persönlichen und privaten Äusserungen einen ‚Skandal’» herbeigeführt habe, trete er «ein paar Wochen früher» ab.

«Es war nicht meine Absicht»

Einen Fehler gestand Kuhn in seiner Rücktrittserklärung nicht ein, sondern schob die Schuld den Medien zu: «Ich mache dies zum heutigen Zeitpunkt, da ich nicht länger diese Medienschlacht mitmachen will, der SVP nicht Schaden zufügen und auch meine Familie nicht mit in den Schmutz ziehen will.» In der Berichterstattung sei «von den Journalisten viel gedichtet» und «Aussagen erfunden» worden. Seine Aussagen hätten sich auf «einen Teil der Frauen» bezogen.

Letztlich entschuldigte sich Kuhn noch bei allen, «welche sich über meine Äusserungen aufgeregt beziehungsweise beleidigt fühlen». «Es war nicht meine Absicht.»

Luzerner Polizei ermittelt gegen Kuhn

Doch mit seinem Rücktritt scheint lediglich ein unrühmliches Kapitel für Kuhn abgeschlossen. Gegen Kuhn läuft ein Strafverfahren wegen Verdachts auf unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem, wie ein Sprecher der Luzerner Polizei gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte. Der Vorwurf: Kuhn soll sich private E-Mails eines SP-Politikers erschlichen und anschliessend auf seiner inzwischen gelöschten Homepage veröffentlich haben. Nach Angaben der Strafuntersuchungsbehörden wurde Kuhn, der als Informatiker arbeitet, am Dienstag befragt. Es gelte die Unschuldsvermutung, betonte der Behördensprecher gegenüber der SDA.

«Es ist unerklärlich, wie Kuhn auf legalem Weg an diese E-Mails hätte kommen können», sagt der betroffene Luzerner SP-Politiker, Lathan Suntharalignam. Kuhn und Suntharalignam lieferten sich in jüngster Vergangenheit immer wieder eine Schlammschlacht (20 Minuten Online berichtete). Die Veröffentlichung der E-Mails scheint das neueste Kapitel im Kampf der beiden Politiker zu sein. Suntharalingam vermutete im «Tages-Anzeiger», dass es ein Racheakt aufgrund eines Streits 2005 gewesen sei, der der Glaubwürdigkeit Kuhns geschadet haben könnte. Diese Auseinandersetzung ist möglicherweise aufgrund der Stadtratswahlen am 14. Juni 2009 und der Wahlschlappe von Kuhn wieder entbrannt. Laut Aussagen von Suntharalingam sind die Passagen aus seinem E-Mail-Verkehr mit seinem Kommunikationsberater erst nach der Wahlniederlage auf der Homepage erschienen.

(amc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • chris am 11.08.2009 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    yess!!!

    die grünen und linken sozialhühner sehen wirklich zum schreien aus! Man sieht es ihnen wirklich von weitem an, in welche richtung sie ticken. Je schreklicher sie aussehen um so intellektueller und gebildeter fühlen sie sich.IST ABER NICHT SO! Sie sind blöd-studiert und können nicht mehr normal denke

  • xsuparitchiex am 12.08.2009 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    es stellt sich wieder die frage,

    ob die existenz der frau darauf beschränkt sein soll, dem manne zu gefallen. wenn ich mir die (vornehmlich) männlichen definitionen von "weiblich" und "emanzipiert" hier ansehe, kommt mir der zmorgen wieder hoch.

  • Hawk am 11.08.2009 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Leider ist es oft so....

    Wenn man z.B. Frauen im Zug reden hört, und daraus schliessen kann, dass sie wohl eher links eingestellt sind, dann sind es optisch oft nicht sehr weibliche Frauen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • max muster am 25.11.2009 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    die schweizer frauen

    sind einach viel zu wählerisch, was männer angeht. ich als schweizer mann hingegen achte sehr auf die persönlichkeit, da lässt sich auch gerne mal ignorieren wen frau nicht die idealfigur besizt. ich selbst habe diese übrigens ;) ich denke frauen sind da viel weniger tollerant als männer, auch haben sie eher mühe die persönlichkeit des andern zu akzeptieren.

  • sandra am 18.08.2009 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    kuhn

    lieber herr kuhn herzlichen dank für die information darüber das es stöckelschuhe und pediküre gibt. ich habe mir gleich welche zugelegt. wussten sie übrigens das es neu auch zahnbürsten und zahncreme gibt?! das müssen sie unbedingt testen!!

  • Päuli am 18.08.2009 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    @Annette Liechti

    Liebe Annette, dies ist leider eine falsche Annahme, dass Männer, die keine Schweizerin bekommen, eine Ausländerin heiraten. Meine Meinung betr. Schweizerinnen: grosse Ansprüche, kleine Leistung !!!

  • Hinterberger Andreas am 18.08.2009 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Beiträge zu René Kuhn

    Ich kann Herr Kuhn nur unterstützen. Nach einer Bulgarienreise im Juni 09 machte ich sehr ähnliche Feststellungen. Die Schweizerfrauen sollten sich viel mehr feminin geben. Und dann diese vielen jungen Girls die viel zu fett sind, finde ich sehr schade.

  • e.t. am 17.08.2009 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Weshalb erkenne ich einen SVPler

    aus einer Runde von Politikern auf den ersten Blick? Haben Sie sich das auch schon gefragt? Nicht das sie nicht gepflegt wären. Im Gegenteil. Da ist es bei den wenigen SVPlerinnen schon schwieriger. Meist hübsch und gepflegt würde ich sie rein vom äussern Eindruck eher einer anderen Partei zuordnen.