Geständnis des CVP-Politikers

07. Oktober 2018 12:01; Akt: 07.10.2018 23:09 Print

Regierungsrat Villiger hat eine uneheliche Tochter

Der Zuger Regierungsrat Beat Villiger sorgte wegen der Auto-Affäre für Schlagzeilen. Nun kommt noch mehr ans Licht.

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Beat Villiger hatte eine Affäre: Der Zuger Regierungsrat spricht an der Seite von Bundesrätin Simonetta Sommaruga während einer Medienkonferenz. (20. Dezember 2016) (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Die Affäre um den Zuger CVP-Regierungsrat Beat Villiger (61) hat eine überraschende Wendung genommen. «Ich habe eine uneheliche Tochter», gesteht Villiger im «SonntagsBlick». Der Sicherheitsdirektor war in die Schlagzeilen geraten, weil er Medienberichte über eine angebliche Urkundenfälschung im Zusammenhang mit einem ausgeliehenen Auto an eine Frau verhindert habe. Nun gibt er zu, dass diese Frau über längere Zeit seine Geliebte war.

Mit der Frau sei er aber schon länger nicht mehr liiert, sagte Villiger weiter. Die Tochter sei 2012 zur Welt gekommen. «Meine Frau wusste es schon länger. Meine ehelichen Kinder erst später. Diese Woche informierte ich meine Familie im Detail über den Autovorfall.»

Villiger stehe zu seiner unehelichen Tochter und es gebe eine vertragliche Vereinbarung bezüglich seiner finanziellen Verpflichtungen, führte er gegenüber «SonntagsBlick» weiter aus.

Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt

Gegen Villiger hatte 2017 die Luzerner Staatsanwaltschaft ermittelt, wie das Onlinemagazin «Republik» berichtet hatte. Dies, weil er seiner damaligen Geliebten zweimal sein Auto ausgeliehen hatte, obwohl diese keinen Fahrausweis hatte. In beiden Fällen wurde die Frau von der Polizei angehalten. Villiger hatte sich jedoch von der Frau schriftlich bestätigen lassen, dass sie fahrberechtigt sei. Das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Auch wegen Urkundenfälschung hatte man gegen den Regierungsrat ermittelt: Denn plötzlich legte die Frau bei einer Einvernahme einen Kaufvertrag für das Auto vor – obwohl das Auto bei beiden Polizeikontrollen noch auf den Regierungsrat eingetragen war.

Datiert war der Vertrag auf Mitte Mai 2017 – das Auto sei also vor den beiden Kontrollen verkauft worden. Villiger wurde verdächtigt, einen Kaufvertrag nachträglich aufgesetzt und zurückdatiert zu haben. Auch dieses Verfahren wurde eingestellt, weil sich der Tatverdacht laut Staatsanwaltschaft nicht erhärten liess.

(gwa/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian Z am 07.10.2018 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CVP

    CVP die Partei der Kuckuckskinder. Vielleicht sollten die mal bezüglich Verhütung aufgeklärt werden, was auch bei den Christen langsam ein Thema sein sollte.

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  • Maler50 am 07.10.2018 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dies ist nicht das Problem

    Das mit der uneheliche Tochter sollte heutzutage kein Problem darstellen aber das Verhalten des Politikers zur Medienberichterstattung schon eher.

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  • tjt am 07.10.2018 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    C = ?

    Soweit mit dem C dieser Partei. Sind eben auch nur Menschen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • fredi gurtner am 08.10.2018 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Uneheliches Kind

    Mir persönlich ist ein uneheliches Kind eines Politikers völlig unwichtig. Doch aber ausgerechnet ein CVP Politiker hat doch seine Familien Auffassung völlig zerstört. da wird über Wasser trinken gepredigt und aber doch Wein getrunken. Genau so wie bei den Paffen. Das ist doch alles Heuchelei

  • Thomas am 08.10.2018 07:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wischen

    Und nun? Wenn alle zuerst vor ihrer Türe wischen kommt vielleicht schlimmeres als ein unehrliches Kind hervor.

  • Zugi am 07.10.2018 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wäre besser für die Stadt Zug

    Er sollte freiwillig zurück treten, dann wäre auch gleich ein Linkslastiger weniger.

  • Fran Wenger am 07.10.2018 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum sind aussereheliche Kinder immer noch wenige

    Sch Dass jemand Kinder mit verschiedenen Partnerinnen hat, damit habe ich kein Problem. Und grundsätzlich ist es Privatsache. Beeilenden finde ich, dass offenbar in CVP-Kreisen aussereheliche Kinder weniger Wert sind, die müssen versteckt werden. Nur mit den ehelichen macht man Wahlwerbung (und lügt dabei die Wahlberechtigten über die Anzahl Kinder an). Viel eher als seine Kinder schützen wollte Herr Villiger seinen politischen Sitz retten. Sonst hätte er nicht erst am Wahlsonntag in einem Exklusivinterview im Blick informiert, sondern als die Wählenden noch hätten entscheiden können.

  • Zuger 72 am 07.10.2018 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    Begünstigung?

    Nicht die einzige Einflussnahme der Politik auf die Strafverfolgungsbehörden. Ein Sicherheitsdirektor nimmt einfluss auf ein Verfahren. Doch alle sprechen nur von ihm. Was ist mit dem zuständigen Statsanwalt. Begünstigung im Amt ist eine Straftat. Da müsste nun schon von amtes wegen ermittelt werden. Sonst macht sich die Justiz noch unglaubwürdiger.

    • Zuger 00 am 07.10.2018 23:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zuger 72

      Genau meiner Gedanken

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